Die Jahresversammlung brachte einige Erneuerungen. Der Vorstand wurde erweitert. Edda Minssen und Hedwig Thelen sind wieder für die nächsten zwei Jahre als Vorsitzende, bzw. 1. stellvertretende Vorsitzende gewählt. Dorit Schaeffer ist als 2. stellvertretende Vorsitzende dazu gekommen sowie Gertrud Knöttig als Beiratsmitglied. Anke Ahlers (Schriftführerin) und Gerd Minssen (Kassenwart) wurden in 2009 bereits für 2 Jahre gewählt.
Und was gab es außerdem?
Zur Erinnerung: Vor etwa einem Jahr wurden bei Umbauarbeiten im Gesundheitsamt des Landkreises Friesland in Jever Akten aus der Zeit des Nationalsozialismus entdeckt, die dem Historiker Dr. Ingo Harms zur Verfügung gestellt wurden. Erste Forschungsergebnisse besagen , dass es auch im Landkreis Friesland Zwangssterilisationen während der NS-Zeit gab. Weiter ist das Schicksal von behinderten Kindern zu erforschen. Lesen Sie dazu den Artikel in der hiesigen Nordwest Zeitung (NWZ).
Schon jetzt vormerken: Die diesjährige Mtgliederversammlung des Gedenkkreises Wehnen findet am 6.März 2010 um 14.00 Uhr im Cafe Treffpunkt auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik statt. Mitglieder und Freunde des Gedenkkreises sind herzlich eingeladen. Die Tagesordnung wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Medizinverbrechen an Kindern im Nationalsozialismus
Am Sonntag, dem 24. Januar um 16.00 Uhr wird die Ausstellung im Kulturensemble im Park, Züricher Straße 40, 28325 Bremen eröffnet. Der Eintritt ist frei.
Den staatlich organisierten Krankenmorden fielen zwischen 1939 und 1945 hunderte Bremerinen und Bremer zum Opfer – unter ihnen viele Kinder und Jugendliche. Körperlich und geistig behinderte Kinder gehörten zu den „Ballastexistenten“ und damit zu entwerteten und ausgegrenzten Menschen. Mit Kriegsbeginn wurden sie in andere Einrichtungen gebracht und dort starben sie meist durch Medeikamentenüberdosierung oder Nahrungsentzug. Viele Kinder kamen in Lüneburg im Rahmen der „Kindereuthanasie“ in der „Kinderfachabteilung“ ums Leben. Ihr Schicksal wird erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt.
Der zweite Teil der Ausstellung widmet sich einer Gruppe von zwanzig jüdischen Kindern, die von Ärzten des KZ Neuengamme für qualvolle medizinische Versuche benutzt und kurz vor Kriegsende in Hamburg getötet wurden – den Kindern vom Bullenhuser Damm. Angesichts dieser menschen-verachtenden Taten stellt sich das Begleitprogramm vielen Fragen: Was war das treibende Motiv der Täter? Warum haben Ärzte bedenkenlos den vermeintlichen „Fortschritt“ und das „Wohl der Gesellschaft“ über das Wohl des Einzelnen gestellt? Welche Auswirkungen haben diese Taten bis heute für die betroffenen Familien und für unsere Gesellschaft?
An den Sonntagen 7. und 21. Februar finden für Gruppen nach Vereinbarung Führungen durch die Ausstellung statt. Beginn jeweils um 16.00 Uhr, Kosten 5,00/3,50 €. (mehr …)
Die historisch-ökologische Bildungsstätte Emsland in Papenburg e. V. lädt am 19.02. bis zum 21.02.2010 zu einer Vortragsreihe ein. Vom Gedenkkreis Wehnen wird Dr. Ingo Harms dort einen Vortrag mit dem Titel: „Vergiss mich nicht“ – den Opfern des oldenburgischen NS-Krankenmords eine Stimme geben. halten. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Format).