Massengewalt und Menschenrechte

Am 10. Dezember 1948, vor 65 Jahren, wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Aus diesem Anlass lädt die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Hannover und dem Institut für Geschichte der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zu mehreren Veranstaltungen ein:

Massengewalt und Menschenrechte: Perspektiven auf das Verhältnis von Recht und Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert
Internationale Tagung, 9.-10. Dezember 2013
Hannover, Werkhof Nordstadt, Schaufelder Straße 11, 30167 Hannover
Workshops, 11. Dezember 2013
Gedenkstätte Bergen-Belsen und Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel (mehr …)

Hakenkreuzschmierereien

Leider nicht zum ersten Mal wurde der jüdische Friedhof in Oldenburg/Osternburg durch Hakenkreuzschmierereien geschändet, s. NWZ vom 25.11.2013
Als Reaktion auf diesen antisemitischen Angriff wird am 18. Dezember in Oldenburg eine  Veranstaltung stattfinden.
Der Gedenkkreis schließt sich der Einladung des „Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V“  http://www.fluchtmuseum.de/ an und lädt dazu alle Interessierten ein.
Ein Dank gilt der Oldenburger Firma die sich spontan entschlossen hat, die Schmierereien kostenlos zu entfernen.

17. November 2013 – Volkstrauertag

An diesem Tag findet in der Kirche in Ofen, Bad Zwischenahn, ein Gottesdienst statt, in dem auch der ermordeten Patienten in der damaligen Heil und Pflegeanstalt Wehnen gedacht wird, dazu hier die Einladung von Herrn Raudonat, Pfarrer und Vorsitzender des Gemeindekirchenrates Ofen.

„Gewalt ist ein schmerzvolles Thema geblieben, – in aller Welt, in der Geschichte, und leider auch in Häusern und auf unseren Straßen und in den Schulen. So gesehen ist der Volkstrauertag ein wichtiges Zeichen von Zivilcourage in unserer Zeit.

Die Kirchengemeinde lädt Sie ein zur traditionellen Feier des Volkstrauertages am
Sonntag, 17. November, um 10.00 Uhr in der Kirche zu Ofen
zum Gottesdienst und zur Kranzniederlegung an den Gedenkstätten.

Lassen Sie uns aber auch nicht vergessen, welchen hohen Preis unsere Vorfahren und ihre Familien gezahlt haben für die Verirrungen eines fanatischen Regimes. Voller Respekt und im stillen Gedenken der vielen Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Verachtung angeblich unwerten Lebens wollen wir innehalten im üblichen Getue: kein starrer Blick in die Vergangenheit – wohl aber ein liebevoller und wacher Blick auf Gestern und Heute. Es hilft uns, den Wert eines jeden Menschen zu ermessen und sicher auch den Wert unserer Tage.“

Der Gedenkkreis schließt sich dieser Einladung an und würde sich über Ihre/Eure Beteiligung freuen.

9. und 10. November in Deutschland.

Vielen Menschen ist an diesen Tagen eher der Fall der Mauer 1989 in Erinnerung, als die Progromnacht vom 9. auf den 10. November 1938.

In dieser Nacht brannten in Deutschland, Österreich und auch in der damaligen Tschechoslowakei die Synagogen. Der 9. November ist der Tag, an dem organisierte Schlägertrupps jüdische Geschäfte in Brand setzten. Es ist der Tag, an dem tausende Juden misshandelt, verhaftet oder getötet wurden. Spätestens an diesem Tag konnte jeder in Deutschland sehen, dass Antisemitismus und Rassismus bis hin zum Mord staatsoffiziell geworden waren. Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten und schlimmsten Völkermord in der Geschichte der Menschheit.

In vielen Städten wird in verschiedenen würdevollen Feiern und Demonstrationen an diese Progromnacht erinnert. Dazu erreichte uns das Programm der Veranstaltungen der Stadt Nienburg.

In Oldenburg wird seit über 30 Jahren in einer besonderer Form an die Progromnacht erinnert. Jedes Jahr übernimmt eine Oldenburger Schule die Gestaltung dieses Tages. In diesem Jahr wird es die integrierte Gesamtschule IGS Flötenteich sein. Mittelpunkt der Oldenburger Veranstaltung ist der Schweigemarsch am 10. November um 15.00 Uhr vom Hof der heutigen Landesbibliothek bis zum Gefängnis, an dem viele OldenburgerInnen teilnehmen. Dies ist der Weg durch den die Oldenburger Juden am 10. November 1938 durch die Oldenburger Innenstadt vor ihrer Verhaftung getrieben wurden.

So wird dieser Teil der Oldenburger Geschichte vor dem Vergessen bewahrt. Es gibt sicher noch BürgerInnen unserer Stadt, die sich an diesen 10. November 1938 erinnern, aber sie waren damals überwiegend Kinder oder Jugendliche, und so ist es gut, dass heute Jugendliche diese Erinnerungsarbeit weiter führen.

Einladungen – Sandbostel und HÖB/Papenburg

Die Interessengemeinschaft nds. Gedenkstätten lädt zu einem Besuch der Gedenkstätte Sandbostel am Sa., den 26.10.2013 ein. Damit wird allen Interessierten die Gelegenheit gegeben, sich die Gedenkstätte Sandbostel mit der dort neu errichteten Ausstellung anzusehen.
Ab Bremen steht ein Bus für den Transfer zur Gedenkstätte zur Verfügung,
Hier ist  die Einladung zu diesem Tagesseminar und der damit verbundenen jährlichen Mitgliederversammlung.
Gerne können auch Interessierte teilnehmen, wichtig ist, dass sich alle bis spätestens zum 5. Oktober 2013 anmelden!
Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.

Schon heute ein zusätzlicher Hinweis:Vom 14. – 16. Februar 2014 findet wieder das jährliche Semianr der Interessengemeinschaft in der HÖB in Papenburg zum Thema „Tätergeschichten“ (Arbeitstitel) statt.