Die Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten (SNG) möchte auf zwei Sonderausstellungen zum Thema „italienische Militärinternierte“ aufmerksam machen, die in diesen Tagen in der Gedenkstätte Esterwegen und vom Dokumentations- und Lernort Baracke Wilhelmine im Rathaus Schwanewede eröffnet werden.
Anlass ist die Ankunft der ersten Gefangenen vor 70 Jahren: Mitte September 1943 erreichten die ersten Transporte mit italienischen Militärinternierten die Kriegsgefangenenlager Fallingbostel und Wietzendorf in der Lüneburger Heide sowie Bathorn im Emsland. Mehr Informationen zu den Ausstellungen, zu den historischen Hintergründen und zur aktuellen politischen Diskussion finden Sie/findet Ihr hier.
Außerdem möchten wir Sie/Euch auf eine Reihe von Veranstaltungen im September hinweisen, die anlässlich des 80. Jahrestages des ersten „Reichserntedankfests“ am 1. Oktober 1933 auf dem Bückeberg bei Emmerthal geplant sind. Unter anderem wird die Ausstellung von Bernhard Gelderblom „Die Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg bei Hameln 1933-1937 – Ein Volk dankt seinem Verführer“ in Hameln zu sehen sein. Dazu finden gibt es weitere Informationen.
Gerne können die Ankündigungen weitergeleitet werden.
Am Sonntag, 8. September 2013, findet der diesjährige bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter dem Thema „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“ statt.
In Niedersachsen und Bremen beteiligen sich viele Gedenkstätten und Initiativen, die an Orte der Verbrechen des NS-Regimes und an die Geschichte des Nationalsozialismus und seine Folgen erinnern.
Auch der Gedenkkreis Wehnen nimmt mit der Gedenkstätte Alte Pathologie daran teil.
Hier wurden ab 1934 Sektionen durchgeführt und, nach Kriegsende, die Räumlichkeiten noch bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zu diesem Zweck genutzt.
Seit April 2003 ist dieser Ort die Gedenkstätte des Gedenkkreises Wehnen e.V. Mit einer Ausstellung erinnert der Gedenkkreis hier an mindestens 1500 Patienten, die durch Verhungern ermordet wurden.
Das Mahnmal in unmittelbarer Nähe der Gedenkstätte und die Euthanasie-Erinnerungsstätte auf dem benachbartem Friedhof der Ofener Kirchengemeinde können auch besichtigt werden.
Ehrenamtliche Mitarbeiter des Gedenkkreises werden Ihnen an diesem Sonntag von 11.00 Uhr – 18.00 zur Verfügung stehen.
Das gesamte Programm des Tages finden Sie hier im PDF Format.
Die Ammerländer Online Zeitung schrieb dazu diesen Artikel
Wie in den vergangenen Jahren begehen wir auch dieses Mal am 1. September unseren Gedenktag.
Wir laden dazu neben unseren Mitgliedern alle interessierten Menschen ein.
In der Vergangenheit galt unser Hauptinteresse den gequälten und ermordeten Patienten in der Psychiatrie während der NS-Zeit. Doch wie ging es nach 1945 weiter? Was taten die jeweiligen Regierungen unseres Landes für die Überlebenden?
Unser diesjähriges Thema bezieht sich auf das Leben der Zwangssterilisierten nach 1945. Der Vortrag wird von Margret Hamm gehalten. Der musikalische Beitrag kommt vom Oldenburger Bundschuh Chor.
Alles Weitere entnehmen Sie bitte der Einladung im PDF-Format.
Endlich, nach so vielen Jahren, wird in Berlin ein Gedenkort für die Opfer der „Euthanasie“ geschaffen. Dieses Mahnmal ist nach seiner Fertigstellung gegenüber der Tiergartenstraße 4, auf dem Vorplatz der heutigen Berliner Philharmonie, zu sehen. Dort wurde der Mord an geistig und körperlich behinderten Menschen 1939 beschlossen.
Es soll an die Opfer, aber auch an die Täter, erinnern. Die Täter gingen nach dem Krieg oft straffrei aus und konnten weiter ihre Berufe (z.B. Ärzte, Pflegende, Verwaltungsangestellte sowie Beamte) ausüben.
Lesen Sie dazu diesen Artikel.
Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten gewährt auf Antrag Zuschüsse zu Gedenkstättenfahrten bis zur Höhe von 50% der Fahrtkosten. Entsprechend der „Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Fahrten zu NS-Gedenk- und Dokumentationsstätten auf dem Gebiet des Landes Niedersachsen“ soll damit in erster Linie jungen Menschen im Zusammenhang mit schulischen und außerschulischen Bildungsmaßnahmen der Besuch einer Gedenkstätte in Niedersachsen ermöglicht werden. Die notwendigen Informationen zur Antragstellung finden Sie/findet Ihr hier.