Erinnerungskultur in Deutschland

Es scheint, dass die neue CDU/SPD Regierung die Erinnerungskultur zu Lasten der Verbrechen des NS-Regimes verändern will. So wird inzwischen von zwei Diktaturen in Deutschland geredet. Hier wird vermischt, was zu trennen ist. Bei allen individuellem Leid mancher Bürger in der früheren DDR ist zu den Verbrechen des NS-Regimes keine Parallele zu ziehen.                                                                                                             Lesen Sie dazu den Artikel  von Dr. Habbo Knoch,  Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, in der Jüdischen Allgemeine.

27. Januar – internationaler Holocaust Gedenktag

Am 27 Januar 2014 jährt sich zum 68. Mal die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Seit 1996 beinhaltet dieses Datum den „Internationalen Gedenktag des Holocaust“ und ist damit Anlass für die so wichtige Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus geworden. Neben dem Gedenken beinhaltet der 27. Januar die Gelegenheit, aktiv gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Art von Diskriminierung aufzurufen.
>Durch die Forschungen der Oldenburger Historiker Dr. Ingo Harms und Dr. Alfred Fleßner wurden die Verbrechen der NS-Zeit in dem früheren Landeskrankenhaus Wehnen der breiten Öffentlichkeit bekannt. Mitarbeiter der Verwaltung, Ärzte und Pflegepersonal haben von 1937 bis 1945 bei den Krankenmorden aktiv mitgewirkt.
Der UWG Edewecht hat sich ganz bewusst diesen Tag für einen Besuch in der Gedenkstätte Wehnen ausgesucht. Die Begleitung durch die Ausstellung und über das Klinikgelände mit Besuch der Euthanasie-Erinnerungsstätte auf dem benachbarten Friedhof der Ofener Krichengemeinde übernimmt Dr. Ingo Harms. Die Veranstaltung ist öffentlich.
Der Gedenkkreis Wehnen bietet qualifizierte Begleitungen für Besuchergruppen aller Art an. Zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an info(at)gedenkkreis.de.

Gedankenlos!?

Die Gemeinde Ovelgönne im Nordwesten in der Wesermarsch feiert in diesem Jahr ihr 500jähriges Bestehen.  In diesem Zusammenhang wurde u. a. eine  Chronik aus der NS-Zeit mit unzureichenden zeitgemäßen Erklärungen erstellt und veröffentlicht. Lesen Sie dazu diesen Artikel der Oldenburger Online Zeitung und die Pressemitteilung (PDF) des Fördervereins internationales Fluchtmuseum e.V.
Ob es einen solchen Vorfall auch in anderen Ortschaften gibt? Wäre eine Aufgabe für HistorikerInnen und interessierten Menschen in dem eigenen Umfeld  genauer hinzusehen.

Massengewalt und Menschenrechte

Am 10. Dezember 1948, vor 65 Jahren, wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Aus diesem Anlass lädt die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Hannover und dem Institut für Geschichte der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zu mehreren Veranstaltungen ein:

Massengewalt und Menschenrechte: Perspektiven auf das Verhältnis von Recht und Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert
Internationale Tagung, 9.-10. Dezember 2013
Hannover, Werkhof Nordstadt, Schaufelder Straße 11, 30167 Hannover
Workshops, 11. Dezember 2013
Gedenkstätte Bergen-Belsen und Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel (mehr …)

Hakenkreuzschmierereien

Leider nicht zum ersten Mal wurde der jüdische Friedhof in Oldenburg/Osternburg durch Hakenkreuzschmierereien geschändet, s. NWZ vom 25.11.2013
Als Reaktion auf diesen antisemitischen Angriff wird am 18. Dezember in Oldenburg eine  Veranstaltung stattfinden.
Der Gedenkkreis schließt sich der Einladung des „Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V“  http://www.fluchtmuseum.de/ an und lädt dazu alle Interessierten ein.
Ein Dank gilt der Oldenburger Firma die sich spontan entschlossen hat, die Schmierereien kostenlos zu entfernen.