Unter diesem Titel veröffentlichte der „Diabolo“ (Wochenzeitung für Oldenburg) einen Artikel über die Patientenmorde während der NS – Zeit in der damaligen Heil und Pflegeanstalt Wehnen bei Oldenburg.
Viele der getöteten Patienten wurden nebenan auf dem Ofener Friedhof in einem Massengrab verscharrt.
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Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden zeigt eine Ausstellung des United States Holocaust Memorial Museums.
Von 1933 bis 1945 ermordeten die Nationalsozialisten mehr als 200.000 Menschen im Zuge sogenannter “Euthanasie” – Maßnahmen, 400.000 wurden Opfer von Zwangssterilisationen.
Die Ausstellung zeigt, wie mit der Hilfe von Ärzten, Medizinern und Anthropologen eine Gesundheitspolitik entwickelt wurde, die mit der Sterilisation von vermeintlich “erblich minderwertigen” Menschen begann, zum Massenmord an “lebensunwertem Leben” führte und zugleich die Voraussetzungen für die Ermordung der europäischen Juden schuf.
Das Deutsche Hygiene-Museum initiierte diese Ausstellungsübernahme vor dem Hintergrund der eigenen historischen Verantwortung als eine Institution, die die rassenhygienischen Programme einst vorbehaltlos unterstützte und propagierte.
Anlässlich des beunruhigenden Zulaufs, den rechtsgerichtete Parteien in Sachsen und anderen Regionen Deutschlands erfahren, ist die Ausstellung ein Aufruf für mehr Demokratiebewusstsein, gesellschaftliche Toleranz und Mitmenschlichkeit.
Theaterpädagogische Projekte, Zeitzeugengespräche, Lesungen und weitere Angebote richten sich gezielt an ein junges Publikum und laden zum europäischen Schüler- und Studentenaustausch ein.
» www.dhmd.de – Infoseite über die Ausstellung
» Bildquelle: dhmd.de // Copyright: United States Holocaust Memorial Museum, Washington D.C.
Nicht nur in Menden (Nordrhein-Westfalen) sondern auch in unserer unmittelbaren Umgebung wurden die Opfer der „Euthanasie“, wahrscheinlich in Massengräbern verscharrt.
So bemühen sich die Mitglieder des Gedenkkreises seit Jahren die Stelle zu finden, an der ihre Angehörigen, beerdigt wurden. Dieses muss auch auf dem Ofener Friedhof, gleich neben dem heutigen Landeskrankenhaus Wehnen geschehen sein.
Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung (.pdf-Format), die an mehrere Zeitungen verschickt wurde.
Der 01. September ist der traditionelle Gedenktag für die während der NS-Zeit ermordeten Menschen in der ehemaligen „Heil- und Pflegeanstalt Wehnen“. So auch in diesem Jahr: Im Rahmen einer Feier lud der Gedenkkreis Wehnen e. V. seine Mitglieder und interessierte Bürgerinnern und Bürger zu einer Gedenkveranstaltung ein. Viele Menschen aus Oldenburg und Umgebung nahmen diese Einladung an.
Nachdem Dr. Prahm, Facharzt für Nervenheilkunde und Psychiatrie, sowie Vorsitzender des Oldenburger Vereins zur Förderung der psychischen Gesundheit, das Grußwort hielt, las Frau Minssen (Gedenkkreis Wehnen e. V.) Passagen aus dem Buch „Leuchtende Irrsteine, Das Branitzer Totenbuch. Euthanasie in einer katholischen Anstalt“. Die Autorin Dr. Barbara Degen konnte leider aus privaten Gründen nicht – wie ursprünglich geplant – persönlich an der Veranstaltung teilnehmen.
Zusammen mit der musikalischen Begleitung durch das Bremer Cello und Harfe Duo, Frau Steffen und Frau Pressl war diese Lesung sehr eindrucksvoll.
Anschließend stellte Dr. Ingo Harms vom Gedenkkreis Wehnen ein Patientenschicksal aus Barßel, geschehen in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt, vor. Wie auch schon in den vergangenen Jahren sind persönliche Schicksale, die aus den vorhandenen Akten herausgehoben werden, sehr ergreifend und zeigen uns die Grausamkeit, ja auch die Gewalttätigkeit der damals machthabenden Ärzte.
Während der Veranstaltung wurde bekannt gegeben, dass das Forschungsprojekt in Kooperation mit der Universität Oldenburg durch das Land Niedersachsen genehmigt wurde. Hierzu folgen in Kürze weitere Infos an dieser Stelle.
Weitere kurzfristige Ziele sind die Gründung eines Förderkreises und eines Gesprächskreises.
Im Rahmen unseres traditionellen Gedenktages am 01. September lädt der Gedenkkreis Wehnen dieses Jahr zu einer Autorenlesung mit der Bonner Schriftstellerin Barbara Degen ein. Sie wird dabei aus ihrem Buch „Leuchtende Irrsterne. Das Branitzer Totenbuch. ‚Euthanasie‘ in einer katholischen Anstalt“ vorlesen. Darin dokumentiert sie ihre sehr persönliche Spurensuche nach dem Schicksal ihres Großvaters in einer schlesischen Anstalt.
Für die musikalische Begleitung sorgt das „Güldenheimer Duo“ aus Bremen. Die Veranstaltung findet am 01. September 2006 um 14 Uhr im Festsaal des Landeskrankenhauses Wehnen statt. Eine Anmeldung ist erforderlich (per Telefon oder E-Mail), wobei der Eintritt frei ist.