Gedenktag im September

Der diesjährige Gedenktag fiel mit dem 25jährigen Bestehen des Oldenburger Vereins zur Förderung der psychischen Gesundheit.e.V. (VPG) zusammen. Der VPG zeigt uns, wie anders heute mit behinderten Menschen umgegangen wird, eine gute Antwort auf die Verbrechen der NS-Zeit.
Dr. Ingo Harms, Autor des Buches „Wat mööt wi hier smachten….“ Hungertod und „Euthanasie“ in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen im „Dritten Reich“ schilderte in seinem Vortrag eindringlich, anhand von Beispielen, den qualvollen Hungertod, den viele Patienten in der damaligen Heil und Pflegeanstalt Wehnen erleiden mussten.
Der Gedenkkreis hofft, dass die Verbrechen von damals mehr in das Bewusstsein der Verantwortlichen der Stadt Oldenburg rücken. Die heutige Karl-Jaspers-Klinik liegt zwar im Ammerland aber auch direkt vor den Toren der Stadt Oldenburg. Ärzte der oldenburger Krankenhäuser und des oldenburger Gesundheitsamtes waren maßgeblich an den Verbrechen beteiligt. Die frühere Heil- und Pflegeanstalt Wehnen war während der NS-Zeit ein Ort des Schreckens im damaligen Oldenburger Land, und das soll unvergessen bleiben.

Bundesprojekt in der Gedenkstätte „Alte Pathologie“

Frau Schlechter, unsere Museumspädagogin, ist für die nächsten Monate wieder in der Gedenkstätte tätig. Sie wird sich mit dem Schicksal des sogenannten „unwerten Lebens“ bei der Umsiedlung der Bessarabiendeutschen befassen. Das frühere Bessarabien liegt an der Küste des Schwarzen Meeres. Bedingt durch die Kriegsereignisse während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die deutsche Bevölkerung 1940 umgesiedelt. Gefördert wird ihre Arbeit durch den Beauftragten für Kultur und Medien (BKM) ím Bundesministerium des Inneren. Frau Schlechter wird im Rahmen ihrer Tätigkeit die Besuchszeiten in der Gedenkstätte wahrnehmen.

Die Mitgliederversammlung am 24. Februar 2007

Die Sitzung wurde durch die Vorsitzende Gertrud Knöttig eröffnet.
Neben den notwendigen Regularien gab es interessante Gespräche und viel Neues zu hören.
Eine Lehrerin im Ruhestand ist jetzt ehrenamtliche Mitarbeiterin und führt Gruppen, insbesondere Schüler und Schülerinnen, durch die Ausstellung.
Die Ehrenamtlichen sind zu den Öffnungszeiten in der Gedenkstätte. Der Gedenkkreis hofft, dass gelingt, wieder einen (befristeten) Arbeitsplatz zu schaffen. (mehr …)

Die nationalsozialistische „Euthanasie“ in Oldenburg – ein Bericht

Der von 120 Leuten besuchte Vortrag beginnt mit der Vorstellung des Gedenkkreises Wehnen e.V. durch die Vorsitzende Frau Gertrud Knöttig.

Der Gedenkkreis wurde nach der Veröffentlichung des Buches von Ingo Harms „Wat mööt wi hier smachten“ gegründet und besteht als eingetragener Verein seit Mai 2003.
Bisher erreicht wurde die Errichtung der Gedenkstätte und des Mahnmals auf dem Gelände des Landeskrankenhauses Wehnen. Weiter besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt „Euthanasie im Raum Oldenburg“ der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Das nächste Ziel ist die Trauer- und Gedenkanlage auf dem Ofener Friedhof, den hier wurden mehr als 1000 Opfer der Euthanasie verscharrt. (mehr …)

Mitgliederversammlung 2007

Der Gedenkkreis Wehnen lädt alle Miglieder und Freunde zur Mitgliederversammlung am 24.2.2007, 14.00 Uhr im Cafe „Treffpunkt“ auf dem LKH-Gelände ein.

Neben den Regularien gibt es zwei Schwerpunktthemen:

  • Neues vom Forschungsprojekt der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Die Traueranlage auf dem Ofener Friedhof, wie geht es weiter?

Über Ihre Teilnahme, Tipps und Anregungen für die weitere Arbeit freut sich Ihr Gedenkkreis Wehnen.
Alles Weitere entnehmen Sie bitte der Einladung und der Anlage im pdf-Format.
Selbstverständlich können sie sich auch per mail anmelden.