Der Gedenkkreis plant auf einem Grundstück, das von der Kirchengemeinde Ofen zur Verfügung gestellt wurde, eine Traueranlage. Hier sollen die Betroffenen eine symbolische Grabstelle für die vielen ums Leben gekommenen Patienten erhalten, an der sie um ihre ermordeten Angehörigen trauern können. Die ermordeten Patienten der „Heil-und Pflegeanstalt Wehnen“ haben ein Recht auf eine würdige Grabstelle. Auf diesem Friedhof vor den Toren Oldenburgs wurden Hunderte der Opfer der NS-Euthanasie verscharrt.
Die Finanzierung dieser Traueranlage ist jedoch nicht gesichert. Deshalb bitten wir Sie, Mitglied in unserem Förderkreis zu werden oder frei zu spenden.
Bitte, unterstützen Sie mit einem finanziellen Beitrag die Verwirklichung dieser Traueranlage.
Alles Weitere entnehmen Sie bitte dem Faltblatt.
Das Schicksal jüdischer Patienten aus Wehnen und Blankenburg steht im Mittelpunkt eines Vortrages von Dr. Ingo Harms am 08. November 2007 in der Landesbibliothek Oldenburg am Pferdemarkt. Organisiert wird der Abend von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit – Beginn: 20 Uhr.
Am Volkstrauertag, den 18. November 2007, findet ab 10 Uhr auf Einladung des Gedenkkreises Wehnen ein Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Ofen statt. Traditionell wird bei der Predigt auch der Opfer der „Euthanasie“ in Wehnen gedacht. Anschließend wird in würdevollem Rahmen ein Kranz für sie auf dem Friedhof niedergelegt.
Der Gedenkkreis wird die Gelegenheit nutzen, um gegen 11:30 Uhr im Gemeindehaus Ofen bei Kaffee und Kuchen über den Stand der Einrichtung der Trauer- und Gedenkanlage auf dem Friedhof sowie über andere wichtige Angelegenheiten zu unterrichten. Dazu sind alle Mitglieder, Unterstützer und Freunde des Gedenkkreises herzlich eingeladen. Um eine vorherige Anmeldung per E-Mail oder Telefon wird gebeten.
Haben auch Sie einen Angehörigen verloren, der während oder auch nach der Nazi-Zeit in der
damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen bei Oldenburg Patient war?
Jeden Donnerstag finden Sie von 13.30 Uhr – 16.00 Uhr in der Gedenkstätte auf dem Gelände des Landeskrankenhauses Wehnen Ansprechpartner, die wie Sie betroffen sind.
Wenn es Ihnen möglich ist, bitten wir Sie vor dem Gespräch um Kontaktaufnahme unter (04499) 918919 oder (04486) 380 bzw. per E-Mail.
Selbstverständlich können Sie auch ohne Anmeldung zu uns kommen.
Der Förderverein internationales Fluchtmuseum e. V. zeigt in Zusammenarbeit mit dem Gedenkkreis Wehnen e.V. die Ausstellung “Wohnungslose im Nationalsozialismus” in Oldenburg. Die GSG Bau- und Wohngesellschaft mbH Oldenburg stellt hierzu die Räumlichkeiten zur Verfügung.
“Viele mussten damals ihr Leben lassen”, sagte Edda Minssen vom Gedenkkreis Wehnen zur Eröffnung. Wohnungslose sowie andere „Asoziale” und Randgruppen wurden von den National- sozialisten als Ballastgesellschaft angesehen und verfolgt. Sie wurden Opfer von Verhaftungsaktionen, in Arbeitshäusern interniert und oftmals zwangssterilisiert. Besonders eindrucksvoll geschildert sind die Einzelschicksale von Obdachlosen, Gelegenheitsarbeitern oder Wandermusikern, die aus den damaligen Schriftstücken rekonstruiert werden konnten. “Es ist eines der vielen Nischenthemen, von denen fast niemand etwas weiß”, sagte Ulrich Hartig, Geschäftsführer des Fördervereins Inter- nationales Fluchtmuseum. Die Ausstellung soll besonders junge Menschen über die Zeit des Nationalsozialismus informieren. Um den Bezug zur Gegenwart herzustellen wird am Donnerstag, 13. September, ab 19.30 Uhr, der Sozialwissenschaftler Dr. Peter Szynka bei der Arbeitslosenselbsthilfe, Donnerschweer Straße 55, 26122 Oldenburg, einen Vortrag über “Wohnungslose in Oldenburg” halten.
Die Ausstellung kann bis zum 28. September im Foyer der GSG (Montag bis Mittwoch 8 bis 16.30 Uhr; Donnerstag 8 bis 17 Uhr; Freitag 8 bis 13 Uhr), Straßburger Straße, besichtigt werden. Führungen, auch für Schulklassen, können per Telefon oder Fax unter der Nummer 926 68 80 oder per Email an info at fluchtmuseum.de vereinbart werden.