„Euthanasie – Wir haben geschwiegen!“

Endlich – nach fast 70 Jahren – kommt die Entschuldigung, die Bitte um Verzeihung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde an die Opfer und deren Angehörige für das Leid und Unrecht, das ihnen angetan wurde.
Doch lesen Sie selbst den Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

In den 90er Jahren sind in ganz Deutschland Gedenkstätten, oft auf ehrenamtlicher Basis, entstanden. Zwei Generationen nach dem Ende der NS-Zeit war es für viele Angehörige möglich sich zu „outen“. Mussten erst alle Täter verstorben sein? Was war nach 1945?
Die Forschung der Nachkriegszeit bis in die heutige Zeit dürfte ein weiteres interessantes Kapitel sein.

Volkstrauertag 2010

Seit Jahren treffen sich Mitglieder des Gedenkkreises am Volkstrauertag zu einem Gottesdienst in der Ofener Kirche um anschließend auf dem benachbarten  Friedhof der Opfer der „Euthanasie“  und der beiden Weltkriege zu gedenken.
Auf der Euthanasie- Erinnerungsstätte wird vom Gedenkkreis ein Kranz niedergelegt.

Der Volkstrauertag ist am 14.11.2010, der Gottesdienst beginnt um 10.00 Uhr.

Nach dem Gedenken im nasskalten November sind die Mitglieder des Gedenkkreises zu Kaffee und Kuchen  in die Gedenkstätte eingeladen.

Der Gedenkkreis freut sich über Ihre Teilnahme und bitten um Anmeldung bei Frau Minssen.
Die Telefonnummer finden Sie unter Kontakt & Impressum

Gedenktag am 4. September 2010

Auch in diesem Jahr wird der vielen Menschen gedacht, die in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt  Wehnen während der NS-Zeit verachtet, gequält und ermordet wurden. Viele blieben unerkannt, wurden namenlos auf dem benachbarten Ofener Friedhof in einem Massengrab beerdigt.

Nur wenige, wie der Maler Müller vom Siel haben bis heute ihre Spuren hinterlassen.  An seinem Beispiel wird dargestellt, dass es auch in der  Heil- und Pflegeanstalt Wehnen Künstler gab, die völlig missachtet und deren Kunst als unbrauchbar diffamiert wurde.

Für den Festvortrag konnte Herr Dr. Thomas Röske von der  Sammlung Prinzhorn, Heidelberg gewonnen werden.

Die Gedenkfeier beginnt um 14.00 Uhr und findet im Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik statt. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF-Format).

Gedenkveranstaltung in Berlin vom 3.- 4. September

Verstehen und Gedenken,  Psychiatrie im Nationalsozialismus – Lernen mit der Geschichte? Dieses ist das Thema der Gedenkveranstaltung in Berlin.

„Euthanasie“ und Zwangssterilisierung sind Verbrechen an Menschen mit psychischen Erkrankungen, die mit der deutschen Psychiatrie-Geschichte untrennbar verknüpft sind. Bis heute erhalten die noch lebenden Opfer keine Entschädigung.

Haben die in der Psychiatrie Tätigen nachhaltig aus der Vergangenheit gelernt? Wird diese Geschichte der Medizin insbesondere den Auszubildenden in sozialen Berufen ausreichend vermittelt? Diese Fragen werden Thema der Veranstaltung am Freitag, sein.

Am Abend wird in dem Film „Himmel und mehr – Dorothea Buck auf der Spur “ das Leiden der Dorothea Buck, psychiatrische Patientin während der NS-Zeit, dargestellt.

Am Samstag findet eine Führung durch die Ausstellung „TOTGESCHWIEGEN 1933-1945 – Zur Geschichte der Wittenauer Heilstätten“ statt. Die Geschichte der Wittenauer Heilanstalten (später Karl Bonhoeffer Klinik, heute Teil des Humboldt Klinikums) wurde aufgearbeitet und steht der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Veranstalter sind der Aktionskreis „T4 – Opfer nicht vergessen“ und „Kontaktgespräch Psychiatrie“

Die Veranstaltung findet vom 3. – 4. September in Berlin statt. Anmeldeschluss ist der 20. August. Das gesamte Programm ist im Folder zu lesen (PDF).


Gedenktag im September

Der alljährliche Gedenktag findet dieses Mal am 4. September um 14.00 Uhr im Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik statt.

Viele Menschen, darunter auch Künstler, wurden während der NS-Zeit, und auch vorher, mit dubiosen Diagnosen in die Psychiatrie eingewiesen. Darunter auch der Maler Müller vom Siel. Sein Werk und seine Lebensgeschichte wird das Thema des Gedenktages 2010 sein. Müller vom Siel starb am 13. Januar 1939 in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen.

Alles Weitere wird hier in Kürze veröffentlicht. Mitglieder und Freunde des Gedenkkreises Wehnen sind herzlich eingeladen.