Die diesjährige Mitgliederversammlung des Gedenkkreises Wehnen findet am Sonnabend, den 26. März um 14.00 Uhr in dem Café „Treffpunkt“ auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen statt. Die Tagesordnung wird demnächst veröffentlicht. Mitglieder und Freunde des Gedenkkreises sind herzlich eingeladen.
Anmeldungen werden gerne telefonisch über Frau Minssen oder per Mail entgegen genommen.
Die Verbrechen während der NS-Zeit in der damaligen Heil und Pflegeanstalt Wehnen, die Gründung des Gedenkkreises und die Ausstellung in der Gedenkstätte „Alte Pathologie“ sind in übersichtlicher Form dargestellt. Sie können hier den Flyer im PDF-Format ansehen.
Der Gedenkkreis hat in seiner zehnjährigen ehrenamtlicher Arbeit drei Ziele erreicht:
- Die Aufstellung des Mahnmales auf dem Klinikgelände der Karl-Jaspers-Klinik.
- Die Gründung der Gedenkstätte „Alte Pathologie“.
- Die Einrichtung der „Euthanasie“-Gedenkstätte auf dem benachbarten Friedhof der Ofener
Kirchengemeinde.
Auch in Zukunft ist die Gedenkstätte sonntags von 13.00 – 16.00 Uhr geöffnet. Gerne würden weitere Öffnungszeiten angeboten werden, dazu fehlen jedoch ehrenamtliche Mitarbeiter. Wenn Sie Interesse haben, an diesem Thema mit zu arbeiten, sind Sie sehr willkommen. Eine besondere Qualifikation ist nicht erforderlich. Sie können sich über diese Homepage an den Gedenkkreis wenden.
Schüler der Realschule Barßel besuchten die Gedenkstätte. Aus ihren Fragen war zu erkennen, dass sie sich gut vorbereitet hatten. Tief berührt nahmen sie die Berichte über die Krankenmorde während der NS-Zeit in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt auf. Ergänzend dazu lasen sie mit großem Interesse die ganz persönlichen Geschichten der Patienten in den „roten Büchern“.
Auch das Denkmal auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik und die „Euthanasie“-Erinnerungsstätte, symbolische Grabstätte für mindestens 800 Patienten, auf dem Ofener Friedhof wurden besichtigt. Lesen Sie dazu die Artikel der Nordwestzeitung (NWZ). In der Überschrift des Artikels hat sich jedoch ein Druckfehler eingeschlichen. Auf Grund der Forschung wurden 1500 Patienten ermordet.
Führungen mit Gruppen aller Art sind das Ziel des Gedenkkreises, damit die Verbrechen aus der Zeit des Nationalsozialismus nicht vergessen werden. Krankenmorde in einer Heil- und Pflegeanstalt vor den Toren Oldenburgs, das gehört zu unserer Geschichte und ist damit auch Heimatkunde.
Endlich – nach fast 70 Jahren – kommt die Entschuldigung, die Bitte um Verzeihung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde an die Opfer und deren Angehörige für das Leid und Unrecht, das ihnen angetan wurde.
Doch lesen Sie selbst den Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).
In den 90er Jahren sind in ganz Deutschland Gedenkstätten, oft auf ehrenamtlicher Basis, entstanden. Zwei Generationen nach dem Ende der NS-Zeit war es für viele Angehörige möglich sich zu „outen“. Mussten erst alle Täter verstorben sein? Was war nach 1945?
Die Forschung der Nachkriegszeit bis in die heutige Zeit dürfte ein weiteres interessantes Kapitel sein.
Seit Jahren treffen sich Mitglieder des Gedenkkreises am Volkstrauertag zu einem Gottesdienst in der Ofener Kirche um anschließend auf dem benachbarten Friedhof der Opfer der „Euthanasie“ und der beiden Weltkriege zu gedenken.
Auf der Euthanasie- Erinnerungsstätte wird vom Gedenkkreis ein Kranz niedergelegt.
Der Volkstrauertag ist am 14.11.2010, der Gottesdienst beginnt um 10.00 Uhr.
Nach dem Gedenken im nasskalten November sind die Mitglieder des Gedenkkreises zu Kaffee und Kuchen in die Gedenkstätte eingeladen.
Der Gedenkkreis freut sich über Ihre Teilnahme und bitten um Anmeldung bei Frau Minssen.
Die Telefonnummer finden Sie unter Kontakt & Impressum