Edda Minssen wird am 13. April die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung durch den Ammerländer Landrat Jörg Bensberg verliehen.
Gewürdigt wird das langjährige ehrenamtliche Engagement von Edda Minssen für den Verein und damit gegen das Vergessen.
Der Gedenkkreis Wehnen e.V. lädt zu der Veranstaltung, die um 14 Uhr im Festsaal der Karl- Jaspers-Klinik beginnt, Mitglieder und Freunde des Vereins ein. Neben der Begrüßung durch den Historiker Dr. Ingo Harms wird der parlamentarische Staatssekretär Thomas Kossendey (MdB) ein Dankeswort halten. Abgerundet wird die Veranstaltung durch Laudationes von Bischof Jan Janssen und Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner, Mediziner und Sozialpsychiater, sowie einem musikalischen Beitrag von Sina Cobi, Jonas Tacke (Gesang) und Jonas Mosebach (Piano).
Seit 15 Jahren erinnert Edda Minssen, sowie ehrenamtliche Mitglieder des Gedenkkreises, an die ermordeten Patienten der früheren Heil- und Pflegeanstalt Wehnen. Viele Gruppen, besonders junge Menschen, nehmen inzwischen an Führungen teil. Das Wissen um diese Verbrechen darf nicht verloren gehen, damit in Zukunft nie wieder Menschen mit psychiatrischen und psychischen Erkrankungen nicht behandelt, sondern für Ihr Leiden bestraft werden.
In diesem Sinne werden die ehrenamtlichen Mitglieder des Gedenkkreises weiter tätig sein.
Wir weisen Sie nochmal auf den öffentlichen Vortrag von Prof. Dr. Dr. Dörner am Donnerstag, 15.03.2012, 20.00 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, Oldenburg hin.
Obwohl viele der im Nationalsozialismus verübten medizinischen Verbrechen im Nürnberger Ärzteprozess 1946 und späteren Verfahren verurteilt worden sind, blieben die meisten ungeahndet. Während den Opfern der Zwangssterilisierung und „Euthanasie“ wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, konnten die ärztlichen Täter ihre Karrieren meistens fortsetzen. Auch die beteiligten Kliniken, Anstalten und Heime blieben als Tatorte lange Zeit unbehelligt. Wie es dazu kam, und welche Folgen dieses für das medizinische Selbstverständnis in der Bundesrepublik hatte, weiß kaum jemand besser als Klaus Dörner.
Professor Dr. Dr. Klaus Dörner war langjähriger Leiter einer großen deutschen Psychiatrie, forscht zu den Verbrechen der Nazi-Medizin und ist Autor zahlreicher historischer, medizinischer und medizin-ethischer Bücher.
Der Vortrag findet im Rahmen der Tagung „Psychiatrie und Patientenmord im Nationalsozialismus. Geschichte und Erinnerungskultur“ statt, die vom 15.-17.3.2012 in der Karl-Jaspers-Klinik von der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten, dem Gedenkkreis Wehnen e.V. (Gedenkstätte „Alte Pathologie“) und dem Psychosozialen Verein Lüneburg e.V. (Bildungs- und Gedenkstätte „Opfer der NS-Psychiatrie“) veranstaltet wird.
Im Keller der Deutschen Rentenversicherung (DRV, früher LVA) in Oldenburg wurden Patientenakten aus der Zeit des Nationalsozialismus gefunden. Dieser umfangreiche Fund ist in Deutschland wohl einmalig. Insbesondere geht es um die drei „Sonderkrankenhäuser“ Kloster Blankenburg, Hosüne und Hahn-Lehmden, alle im Oldenburger Land gelegen.
Bestätigt sich der Verdacht, dass kranke und auch schwer kriegsverletzte Menschen in diesen Sonderkrankenhäusern gezielt getötet wurden? Vor dem Historiker Dr. Ingo Harms liegt hier eine interessante und umfangreiche Forschungsarbeit.
Hierzu können Sie den Artikel im Weserkurier und in der Nordwestzeitung (NWZ) lesen.
Auch der Hunte Report veröffentlicht einen sehr lesenswerten Artikel zu diesem spektakulären Fund.
Vom 15.- 17. März lädt die Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten zusammen mit dem Gedenkkreis Wehnen e.V. und dem Psychosozialen Verein Lüneburg e.V. zur Frühjahrstagung ein.
Die Tagung findet in der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen statt. Das gesamte Programm finden Sie hier.
Ganz besonders hinweisen möchten wir auf den öffentlichen Vortrag von Herrn Prof. Dr. Dr. Dörner am Donnerstag, 15.03. um 20.00 Uhr im PFL, Peterstraße 3, Oldenburg unter dem Titel
NS-Medizin und die Stunde Null – der Blick auf die Opfer, Täter und Einrichtungen nach 1945.
Obwohl viele der im Nationalsozialismus verübten medizinischen Verbrechen im Nürnberger Ärzteprozess 1946 verurteilt worden sind, blieben die meisten ungeahndet. Während den Opfern der Zwangssterilisierung und „Euthanasie“ kaum Aufmerksamkeit geschenkt wurde, konnten die ärztlichen Täter ihre Karrieren meistens ungehindert fortsetzen. Auch die beteiligten Kliniken, Anstalten und Heime blieben als Tatorte lange Zeit unbehelligt.
Wie konnte es zu diesen Verbrechen durch Ärzte, Pflegepersonal und weitere medizinisch Beschäftigte kommen, und welche Folgen hatte dieses für das medizinische Selbstverständnis in der Bundesrepublik? Dazu kann kaum jemand besser als Klaus Dörner Auskunft geben. Professor Dr. Dr. Klaus Dörner war langjähriger Leiter einer großen deutschen Psychiatrie, forscht zu den Verbrechen der Nazi-Medizin und ist Autor zahlreicher historischer, medizinischer und medizinethischer Bücher.
Nach „Wat mööt wi hier smachten“ ist jetzt das Buch von Dr. Ingo Harms zu den medizinischen Verbrechen während der NS-Zeit im Kloster Blankenburg bei Oldenburg mit dem Titel Biologismus – Zur Theorie und Praxis einer wirkmächtigen Ideologie erschienen.
Wie konnte es zu diesen Verbrechen durch Ärzte, Pflegepersonal und weiteren medizinischen Beschäf-tigten kommen? Wie konnte es geschehen, dass die Bevölkerung dieses überwiegend gedanken- und tatenlos hingenommen hat? Ingo Harms zeigt in seinem Buch die Entwicklung der Denkweise, beginnend im 19. Jahrhundert, auf.
Sie können das Buch in jeder Buchhandlung, über das Internet und in der Gedenkstätte Wehnen erwerben.
Hier finden Sie weitere Informationen.