Vortrag „Nach dem Krankenmord….“

Am 24. Oktober 2012 um 19.00 Uhr hält Dr Ingo Harms im PFL Oldenburg den Vortrag

Nach dem Krankenmord – die Oldenburgische Medizin in den Nachkriegsjahren„.

Was war nach 1945? Interessierten sich die britische Besatzung, die neu gegründeten Verwaltungen, oder auch die Bevölkerung für die Aufklärung der Verbrechen an den kranken Menschen in den Anstalten Kloster Blankenburg, Gertrudenheim und Wehnen?

Dieser Vortrag wird in die Gebärdensprache übersetzt und ein Ringschleifenverstärker steht auch zur Verfügung.

Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass der Vortrag von Dr. Ingo Harms der Auftakt zu einer Vortragsreihe über Geschichte und Ethik in der Medizin ist.

Gedenktag am 1. September 2012

Wir laden auch in diesem Jahr alle Freunde und Mitglieder des Gedenk- und Förderkreises zu unserem Gedenktag ein. Die Einladung finden Sie hier.
Zentrales Thema wird der Film Über das Schicksal von Paul Brune sein.
Wir wollen nicht nur an die Verbrechen der NS-Zeit erinnern, sondern uns auch der Zeit nach 1945 bis in die Gegenwart widmen. Dazu gibt die Lebensgeschichte von Paul Brune reichlich Information.
Alles Weitere entnehmen Sie bitte der Einladung.

Der Film „Geschichte im Nordwesten – Patientenmorde in Wehnen“

Die Mitgliederversammlung am 28. April war sehr gut besucht. Viele Menschen, die bisher noch keinen Kontakt zum Gedenkkreis haben, sind sicher auch wegen der Filmvorführung gekommen.
Alle Interessierten, die nicht dabei sein konnten, können sich den Film hier ansehen.

In aller Kürze zu den Wahlen auf der Versammlung: Edda Minssen, 1. Vorsitzende, und Hedwig Thelen, 1. stellvertr. Vorsitzende wurden erneut gewählt. Neu dazu gekommen sind Susanne Barth als 2. stellvertr. Vorsitzende und Dorothea Regener als Beisitzerin.


Quelle: YouTube, Nutzer: geschichtemitmachen, www.geschichte-mitmachen.de

Mitgliederversammlung Gedenkkreis Wehnen e.V.

Die diesjährige Mitgliederversammlung findet am 28.04.2012 um 14.00 Uhr im Café Treffpunkt auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik statt.
Zu dieser Versammlung sind nicht nur die Mitglieder des Gedenk- und Förderkreises Wehnen, sondern auch alle interessierten Personen eingeladen.
Neben den üblichen Regularien wird als besonderer Höhepunkt der Film „Geschichte im Nordwesten – Patientenmorde in Wehnen“ gezeigt. Dieser Film wurde von Studenten der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg erstellt. „Man ist gestorben wurden“ so der Untertitel. Hier wird die Geschichte der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen (heute Karl-Jaspers-Klinik) während der NS-Zeit dargestellt.
Nach der Filmvorführung besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Verdienstmedaille für Edda Minssen: „Politische Anerkennung der Patientenmorde von höchster Ebene“

Am vergangenen Freitag erhielt die Vorsitzende des Gedenkkreis Wehnen e.V. Edda Minssen die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland. Ausgezeichnet wurde ihr langjähriges Engagement für den Gedenkkreis.
Hier eine Zusammenfassung der Medienresonanzen. Dieser Video-Beitrag von NWZ-TV dokumentiert die Überreichung der Medaille durch den Ammerländer Landrat Jörg Bensberg:

Die Nordwest-Zeitung erklärt den hohen Wert der Medaille und zitiert Edda Minssen: Sie ist etwas Besonderes, weil die Medaille für die Trägerin selbst „die politische Anerkennung der Patientenmorde von höchster Ebene ist“.“

NWZ-Redakteurin Anja Biewald fügt in einem Kommentar der Barßeler Print-Ausgabe der Zeitung hinzu:

Aufklärung, Wahrheit, Gerechtigkeit – das sind starke Ziele. Die Barßelerin Edda Minssen hat sie alle erreicht. Sie hat dazu beigetragen, die Verbrechen der Nationalsozialisten in der Heil- und Pflegeanstalt in Wehnen aufzudecken. Damit hat sie den Angehörigen der Opfer ein unschätzbares Geschenk gemacht: Klarheit über den Tod ihrer Verwandten. Um diese Öffentlichkeit herzustellen, hat Edda Minssen auch viel von sich selbst preisgegeben: Auch ihre Mutter verhungerte in Wehnen. Was das für sie bedeutet, teilt Edda Minssen öffentlich, um ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Danke dafür.

Edda MinssenDie Ammerländer Sonntagszeitung berichtet vom Festakt und geht auf die Laudationes von Bischof Jan Janssen, Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner und Thomas Kossendey ein.

Der Oldenburger Lokalteil schreibt unter anderem: „Der Gedenkkreis hält seit 15 Jahren die Erinnerung an die Patientenmorde in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen, der heutigen Karl-Jaspers-Klinik, wach.“

Sabine Weiss vom Huntereport schreibt: „„Unsere Mutter ist gestorben worden“ – Diese Aussage auf die Frage nach dem Tod der Mutter trieb Edda Minssen ein Leben lang an, nach der Wahrheit zu suchen.

„Für ihr unermüdliches Erinnern an die Menschen, die in der einstigen Heil- und Pflegeanstalt heimlich ermordet wurden“ hat Edda Minssen die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland bekommen, schreibt der Generalanzeiger.

Das Cloppenburger Wochenblatt titelt „Besondere Auszeichnung für Barßelerin Edda Minssen“ und berichtet vom Festakt.

Einen ausführlichen Beitrag gibt es auch bei der Kirchengemeinde Westerstede: „Edda Minssen erhielt Bundesverdienstmedaille für Engagement für den Gedenkkreis Wehnen e.V.“.