Der Volkstrauertag wurde in Deutschland nach dem ersten Weltkrieg zum Gedenken an die gefallenen Soldaten eingeführt. Nach der NS-Zeit wurde in der Bundesrepublik ab 1950 der vorletzte Sonntag im November zum Volkstrauertag erklärt. An diesem Tag soll allen Opfern von Gewaltherrschaft gedacht werden.
Im Unterschied zum Totensonntag (letzter Sonntag im November) wird am Volkstrauertag der gewaltsam zu Tode gekommenen Menschen gedacht. Dazu gehören neben den vielen Opfern der beiden Weltkriege auch die während der NS-Zeit ermordeten Patienten der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen.
Deshalb trauern Mitglieder des Gedenkkreises an diesem Tage um ihre Angehörigen.
Nach dem Gottesdienst in der Ofener Kirche wurden die Kränze des Gedenkkreises Wehnen und der Karl-Jaspers-Klinik an der Euthanasie-Erinnerungsstätte nieder gelegt.
Unser ganz besonderer Dank gilt der Karl-Jaspers-Klinik für ihr Engagement zur Erinnerung an die während der NS-Zeit zu Tode gekommenen Patienten.
Und noch ein Beitrag zum Volkstrauertag: Sie können hier die Rede von Frau Miks lesen, die sie auf unserem Gedenktag am 1. September gehalten hat. Frau Miks ist stellvertretende Landrätin des Landkreises Ammerland. Sie geht in ihrer Rede direkt auf die Verbrechen in unserer Region in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen ein.
Am 18. November findet um 10.00 Uhr ein Gottesdienst in der Ofener Kirche statt, in dem auch der während der NS-Zeit ermordeten Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen gedacht wird. Anschließend erfolgt eine Kranzniederlegung an der “Euthanasie”-Erinnerungsstätte. Danach, gegen 11.30 Uhr, lädt der Gedenkkreis Freunde und Mitglieder in die Gedenkstätte auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik zu einem Gedankenaustausch ein.
Für warme Getränke an diesem kühlen Herbsttag ist gesorgt. Auch Gäste sind herzlich willkommen.
Am 24. Oktober 2012 um 19.00 Uhr hält Dr Ingo Harms im PFL Oldenburg den Vortrag
„Nach dem Krankenmord – die Oldenburgische Medizin in den Nachkriegsjahren„.
Was war nach 1945? Interessierten sich die britische Besatzung, die neu gegründeten Verwaltungen, oder auch die Bevölkerung für die Aufklärung der Verbrechen an den kranken Menschen in den Anstalten Kloster Blankenburg, Gertrudenheim und Wehnen?
Dieser Vortrag wird in die Gebärdensprache übersetzt und ein Ringschleifenverstärker steht auch zur Verfügung.
Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass der Vortrag von Dr. Ingo Harms der Auftakt zu einer Vortragsreihe über Geschichte und Ethik in der Medizin ist.
Wir laden auch in diesem Jahr alle Freunde und Mitglieder des Gedenk- und Förderkreises zu unserem Gedenktag ein. Die Einladung finden Sie hier.
Zentrales Thema wird der Film Über das Schicksal von Paul Brune sein.
Wir wollen nicht nur an die Verbrechen der NS-Zeit erinnern, sondern uns auch der Zeit nach 1945 bis in die Gegenwart widmen. Dazu gibt die Lebensgeschichte von Paul Brune reichlich Information.
Alles Weitere entnehmen Sie bitte der Einladung.
Die Mitgliederversammlung am 28. April war sehr gut besucht. Viele Menschen, die bisher noch keinen Kontakt zum Gedenkkreis haben, sind sicher auch wegen der Filmvorführung gekommen.
Alle Interessierten, die nicht dabei sein konnten, können sich den Film hier ansehen.
In aller Kürze zu den Wahlen auf der Versammlung: Edda Minssen, 1. Vorsitzende, und Hedwig Thelen, 1. stellvertr. Vorsitzende wurden erneut gewählt. Neu dazu gekommen sind Susanne Barth als 2. stellvertr. Vorsitzende und Dorothea Regener als Beisitzerin.
Quelle: YouTube, Nutzer: geschichtemitmachen, www.geschichte-mitmachen.de