Der Vortrag am 10. Februar über das Leben und Sterben des Heinrich R. aus Edewecht war von interessierten Edewechter Bürgern gut besucht. Die Bürger waren von dem Schicksal des Heinrich R. sehr betroffen, den älteren war die Familie R. bekannt, oder sie hatten als Kinder davon gehört. So war in dem kleinen Ort Edewecht die NS-Zeit und die Verstrickung ganz normaler Bürger mit dem System plötzlich ganz nah.
Sehr beeindruckend ist der Leserbrief eines jungen Zuhörers.
Der 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ist uns ein Anlass für eine Vortragsreihe. Der erste Vortrag von dem Medizinhistoriker Dr. Ingo Harms findet in Edewecht, etwa 20 km westlich von Oldenburg, am 10. Februar um 19.30 Uhr statt. Hier lebte der Gastwirtssohn Heinrich R., der an den Folgen einer Zwangsterilisation mit nur 22 Jahren starb. Sie finden hier die Einladung und den Flyer.
Lesen Sie dazu in der Nordwest Zeitung (NWZ) diesen Artikel.
Zu diesem Vortrag laden wir Sie/Euch herzlich ein.
Nationalsozialismus in unserer Region – wohin verschwanden die Gelder, die den Patienten der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen für ihre Verpflegung und allgemeiner Versorgung zustanden? Mussten mehr als 1500 Menschen verhungern, damit Kultureinrichtungen wie z. B. das Museumsdorf Cloppenburg durch den gezielten Mord an diesen Patienten profitierten?
Wir weisen Sie/Euch auf einen ganz besonderen Vortrag (PDF) am 04.02., 17.00 Uhr im PFL in Oldenburg von Dr. Ingo Harms hin.
Was geschah zwischen 1937 und 1941 in Blankenburg, vor den Toren Oldenburgs? Kranke, behinderten Menschen wurden dort vernachlässigt und gequält. Sie starben einen langsamen grausamen Tod – und niemand hat sich dafür interessiert. Auch nicht in der Nachkriegszeit. Blankenburg ist im Gedächtnis der Oldenburger ebenso stigmatisiert wie Wehnen. Kaum jemand gibt gerne offen zu, dass es Angehörige gab, die als geistig Behinderte, chronisch psychisch Erkrankte oder süchtige Menschen an diesen Orten waren, auch das eine Folge der NS-Zeit.
Schüler der Oldenburger Waldorfschule gelang es 85 Patienten ihre Identität, und damit ihre Würde zurück zu geben. Von uns aus ein herzliches Dankeschön für dieses Engagement!
Die Nordwestzeitung (NWZ) und die Mediengruppe Kreiszeitung berichten.
Wir verweisen auf eine Ausstellung im Rathaus in Delmenhorst „Medizinverbrechen an Kindern zur NS-Zeit – Als „lebensunwert“ verurteilt und getötet, die noch bis zum 10.02.2015 geöffnet ist.
Zum Gedenken an die Befreiung des Kozentrationslagers Auschwitz/Birkenau stellen Ihnen/Euch die Veranstaltungsreihe des „Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V.“ vor. Der 27. Januar ist ein ganz besonderer, leider viel zu wenig geachteter Gedenktag. Vor 70 Jahren befreite die russische Armee das Konzentrationslager Auschwitz/Birkenau. Viele Sinti und Roma, auch aus Oldenburg und Umgebung, wurden dort ermordet.
„Ich wünsche mir, dass der 27. Januar zu einem Gedenktag des deutschen Volkes, zu einem wirklichen Tag des Gedenkens, ja des Nachdenkens wird. Nur so vermeiden wir, dass er Alibi-Wirkungen entfaltet, um die es uns am allerwenigsten gehen darf.“
Zitat Bundespräsident Roman Herzog
Was bewegt uns als Gedenkkreis zur Veröffentlichung dieser Veranstaltungsreihe? Wir haben vieles gemeinsam. Auch unsere hilfsbedürftigen Angehörige wurden ermordet, auch bei uns gab es ein Jahrzehnte langes Schweigen über das Schicksal unserer ermordeten kranken Angehörigen. Auch wir Nachkommen haben noch lange nach der NS-Zeit Unverständnis, auch Stigmatisierung, erfahren.
Deshalb laden wir Sie/Euch herzlich zu den Vorträgen vom 27. Januar bis 1. Februar des Freundeskreis für Sinti und Roma ein. Themen und Referenten sind im Flyer Seite 3 veröffentlicht.