Neue Ausstellung in der „Alten Pathologie“

Mitglieder des Gedenkkreises haben in ehrenamtlicher Arbeit eine neue Ausstellung in der „Alten Pathologie“ in Wehnen geschaffen.

Am 19. Mai um 11.30 Uhr wird die Ausstellung mit der Begrüßungsrede von Dr. Jens-Christian Wagner, dem Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen und Geschäftsführer der Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten (SNG) eröffnet.

Sie werden eine völlig veränderte Ausstellung vorfinden.

Ausstellungstafeln wurden in wochenlanger Teamarbeit entworfen und übersichtlich an die hell gestrichenen Wände angebracht. Der Sezierraum wurde in die Ausstellung integriert. Mit den Roten Büchern wurde Bewährtes beibehalten – sie erzählen vom Schicksal einzelner Patienten. Den Fotos der Opfer konnte ein würdiger Platz geschaffen werden.

Alle Interessierte, Mitglieder und Freunde des Gedenkkreises Wehnen sind zur Eröffnung herzlich eingeladen.
Lesen Sie dazu den Artikel in der Nordwestzeitung (NWZ).

Wo blieb das Geld?

Mussten mehr als 1500 kranke und hilflose Menschen verhungern, damit sich die NSDAP, kulturelle Einrichtungen wie das Museumsdorf in Cloppenburg, ja, sogar die Energieversorgung (EWE) an den Verpflegungs- und Versorgungskosten bereicherten? Wurden hier Vermögen geschaffen, die bis in die heutige Zeit bestehen? Das wollen nicht nur die Angehörigen und Mitglieder des Gedenkkreises Wehnen wissen.
Verantwortlich für die Vergabe der Gelder war der Landesfürsorgeverband, Vorläufer des Bezirksverbandes Oldenburg (BVO).
Der Förderverein internationales Fluchtmuseum e. V. und der Gedenkkreis Wehnen vergaben dazu einen Forschungsauftrag an den Medizinhistoriker Dr. Ingo Harms. Die Nordwestzeitung (NWZ) schrieb dazu.
Dazu auch das Interview mit Ulrich Hartig vom Förderverein internationales Fluchtmuseum, in der NWZ vom 13. April 2015 und der ausführliche Bericht in der Oldenburger Online Zeitung (OOZ) vom 14. April 2015.

Der Euthanasie-Prozess…..

……..gegen Heyde-Sawade, eine DDR-Dokumentation von 1963.
Professor Werner Heyde war verantwortlich für den Mord an 72.200 Patienten der deutschen Psychiatrie in den Jahren 1939-1941. In der Nachkriegszeit lebte er als anerkannter Psychiater und psychiatrischer Gutachter in Flensburg unter dem Namen Dr. Sawade. Nach seiner Verhaftung kam es zum „Heyde-Sawade-Prozess“, der jahrzehntelang die Datengrundlage für die Geschichtsschreibung zum NS-Krankenmord bildete. Heyde entzog sich der Justiz durch Selbstmord. Der DDR-Film zeigt den Prozess „gegen Heyde und andere“ und seinen Hintergrund auf eine für die Justiz der Bundesrepublik wenig schmeichelhafte Weise. Die Täter kamen mit unglaublich geringen Strafen davon. Die Geschehnisse werden mit den Oldenburgischen Hungermorden in Beziehung gesetzt.
Der Film wird am 23. April 2015 um 19.30 Uhr in der Kino Werkstatt in Oldenburg, Wallstr. 24 gezeigt. Zur anschließenden Diskussion konnte der Historiker Christoph Schneider aus Frankfurt gewonnen werden.

Alle Jahre wieder – Mitgliederversammlung

Wir laden alle Mitglieder und Freunde des Gedenk-und Förderkreises zu unserer Mitgliederversammlung am 18. April 2015 herzlich ein.
Gäste und Interessierte sind sehr willkommen.
Alles Weitere finden Sie in der Tagesordnung.

Hier der Hinweis auf unsere Vortragsreihe, die wir zusammen mit dem „Förderverein Internationales Fluchtmuseum e. V.“ vom 23. April – 9. Juni im Gedenken an das Ende des 2. Weltkrieges und der NS-Zeit veranstalten.

Gedenkstätte „Alte Pathologie“

Zur Zeit ist unsere Gedenkstätte bis auf Weiteres geschlossen, da die Ausstellung komplett überarbeitet wird. Alle Arbeiten werden ehrenamtlich geleistet, darum können wir keinen konkreten Zeitpunkt der Wiedereröffnung angeben.
Wir hoffen auf Ihr/Euer Verständnis.