Vor 75 Jahren

Die Historikerin und Journalistin Sabine Lueken schrieb diesen Artikel in der Tageszeitung Junge Welt. Fast vergessen sind die Opfer der psychiatrischen Krankenhäuser in Polen. 1939, mit dem Überfall auf Polen, begann das Ermorden der kranken Menschen, das Industrialisierung des Tötens. 75 Jahre sind vergangen, bis Sabine Lueken dieses Verbrechen in unsere Erinnerung, in unser Gedächtnis zurück brachte.
Sabine Lueken ist Mitglied im Gedenkkreis Wehnen.

Termine, Veranstaltungen, Ausstellungen

Wir geben hier eine Zusammenfassung der Termine und Veranstaltungen, sowie Publikationen im Gedenken an alle Verfolgten der NS-Zeit.

– Bilder aus der Prinzhorn Sammlung sind noch in einer Ausstellung bis zum 6. April in der Sammlung Scharf-Gerstenberg, Schlossstraße 70, 14059 Berlin; dann 1. Mai bis 15. August in Heidelberg, Museum Sammlung Prinzhorn, zu sehen. Lesen Sie dazu den Artikel von der Journalistin Sabine Lueken.

– auf Grund vieler Anfragen veröffentlichen wir eine Publikationsliste von Dr. Ingo Harms

Krankenmord und Kulturförderung. Die Oldenburgische Fürsorge im „Dritten Reich“

Hier der Aufsatz von Dr. Ingo Harms, in dem übersichtlich und deutlich der Weg der Patienten der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen, des Heimes Blankenburg und des Oldenburger Gertrudenheims in den Hungertod während der NS-Zeit, und auch davor, dargestellt wird.
Wo blieben die eingesparten Gelder? Resultiert das Vermögen des Bezirksverband Oldenburg (BVO), als Nachfolgeverband des Landesfürsorgeverbandes, das Vermögen der Energieversorgung Weser Ems (EWE), auch das Vermögen des Museumsdorfes Cloppenburg wenigstens zum Teil aus der Zeit des Nationalsozialismus? Mussten hilflose, kranke Menschen verhungern, damit andere Institutionen sich bereicherten?
Der Gedenkkreis Wehnen e. V. erteilte dem Historiker Dr. Ingo Harms dazu den entsprechenden Forschungsauftrag.

Vortrag von Dr. Ingo Harms – Nachtrag

Der Vortrag am 10. Februar über das Leben und Sterben des Heinrich R. aus Edewecht war von interessierten Edewechter Bürgern gut besucht. Die Bürger waren von dem Schicksal des Heinrich R. sehr betroffen, den älteren war die Familie R. bekannt, oder sie hatten als Kinder davon gehört. So war in dem kleinen Ort Edewecht die NS-Zeit und die Verstrickung ganz normaler Bürger mit dem System plötzlich ganz nah.
Sehr beeindruckend ist der Leserbrief eines jungen Zuhörers.

Der Gedenkkreis lädt ein – Vortrag von Dr. Ingo Harms

Der 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ist uns ein Anlass für eine Vortragsreihe. Der erste Vortrag von dem Medizinhistoriker Dr. Ingo Harms findet in Edewecht, etwa 20 km westlich von Oldenburg, am 10. Februar um 19.30 Uhr statt. Hier lebte der Gastwirtssohn Heinrich R., der an den Folgen einer Zwangsterilisation mit nur 22 Jahren starb. Sie finden hier die Einladung und den Flyer.
Lesen Sie dazu in der Nordwest Zeitung (NWZ) diesen Artikel.
Zu diesem Vortrag laden wir Sie/Euch herzlich ein.