Newess – Neuigkeiten

Zum Gedenken an die Befreiung des Kozentrationslagers Auschwitz/Birkenau stellen Ihnen/Euch die Veranstaltungsreihe des „Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V.“ vor. Der 27. Januar ist ein ganz besonderer, leider viel zu wenig geachteter Gedenktag. Vor 70 Jahren befreite die russische Armee das Konzentrationslager Auschwitz/Birkenau. Viele Sinti und Roma, auch aus Oldenburg und Umgebung, wurden dort ermordet.

„Ich wünsche mir, dass der 27. Januar zu einem Gedenktag des deutschen Volkes, zu einem wirklichen Tag des Gedenkens, ja des Nachdenkens wird. Nur so vermeiden wir, dass er Alibi-Wirkungen entfaltet, um die es uns am allerwenigsten gehen darf.“
Zitat Bundespräsident Roman Herzog

Was bewegt uns als Gedenkkreis zur Veröffentlichung dieser Veranstaltungsreihe? Wir haben vieles gemeinsam. Auch unsere hilfsbedürftigen Angehörige wurden ermordet, auch bei uns gab es ein Jahrzehnte langes Schweigen über das Schicksal unserer ermordeten kranken Angehörigen. Auch wir Nachkommen haben noch lange nach der NS-Zeit Unverständnis, auch Stigmatisierung, erfahren.

Deshalb laden wir Sie/Euch herzlich zu den Vorträgen vom 27. Januar bis 1. Februar des Freundeskreis für Sinti und Roma ein. Themen und Referenten sind im Flyer Seite 3 veröffentlicht.

Neue Forschungen zur NS-Medizin mit Schwerpunkt Oldenburg

Im vergangenen Herbst ist ein Forschungsband zu neuen Erkenntnissen über die NS-Krankenmorde mit dem Titel
Forschungen zur Medizin im Nationalsozialismus, Vorgeschichte – Verbrechen – Nachwirkungen“
erschienen, der auf eine Fachtagung in der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen zurückgeht. Thematischer Schwerpunkt der Tagung, die von der Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten veranstaltet wurde, waren die Ereignisse in den Heil- und Pflegeanstalten Wehnen und Lüneburg. Die Heil- und Pflegeanstalt Wehnen war das Zentrum der Morde an psychisch Kranken der gesamten Nordwest-Region. Der Forschungsband ist dem 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges durch die Alliierten gewidmet.
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Das Jahr 2014 – nicht nur ein Rückblick

Zum Jahresende möchten wir uns für Ihre Mitarbeit und Unterstützung bei Ihnen allen herzlich bedanken.

Es war wieder ein ereignisreiches Jahr mit vielen Aktivitäten. Wir erinnern an die Ausstellung zum Künstler „Müller vom Siel“, die zusammen mit dem Landesmuseum und der Evangelischen Bildungsstätte im Prinzenpalais realisiert wurde und von Mai bis September zu sehen war. Dazu gab es im Juli im Schloss ein gut besuchtes Symposium.

Das zweite öffentliche Ereignis war der jährliche Gedenktag, dieses Mal am 20. September.
Neben Mitgliedern und Freunden des Gedenkkreises konnten wir auch wieder Personen des öffentlichen Lebens begrüßen.

Am Volkstrauertag wurde – wie alljährlich – ein Kranz des Gedenkkreises auf der Erinnerungsstätte auf dem Ofener Friedhof niedergelegt. Auch die Karl-Jaspers-Klinik hat wieder einen Kranz zum Gedenken an die Opfer der Hunger-Euthanasie beigetragen.

Wir freuen uns, dass sich auch in diesem Jahr viele Schulklassen und Gruppen zu einer Führung angemeldet haben. Ferner wurden die Öffnungszeiten, die überwiegend durch unseren neuen Mitarbeiter, Herrn Jansen, betreut werden, weiterhin gut besucht. (mehr …)

„Kindereuthanasie“ in Waldniel

Heute wurde dieser Bericht des ZDF auf unsere Facebookseite gepostet.
Wie viele solcher ehemaliger „Heil- und Pflegeanstalten“ mag es in Deutschland noch geben?
Kalt und ohne Mitgefühl ist auch das Verhalten der zuständigen Behörde, die festgestellt hat, dass „Fremdverschulden nicht festzustellen ist“
Die Verbrechen in Waldnied wurden eher zufällig aufgedeckt, dafür ist dem Ehepaar Tauern und dem Autor des Buches „Das Kind ist nicht abrichtfähig“ – „Euthanasie“ in der Kinderfachabteilung Waldniel 1941 – 19432, erschienen im Böhlau-Verlag, ISBN-10:3-412-22274-7, Andreas Kinast zu danken.

Mitgliederversammlung und Volkstrauertag

wie wir auf der Mitgliederversammlung am 1. März 2014 besprochen haben, laden wir in diesem Herbst zu einer zweiten, außerordentlichen Mitgliederversammlung ein, um über den Stand der geplanten Gedenkstättenerweiterung zu berichten.
Bedauerlicherweise hat sich der Aufsichtsrat der Karl-Jaspers-Klinik gegen die von uns gewünschte Erweiterung ausgesprochen, so dass wir nun nach neuen Wegen suchen müssen. Alles Weitere erfahren Sie auf der Mitgliederversammlung. Die Tagesordnung finden Sie hier im PDF Format
Wir würden uns sehr freuen, Sie am 29. November begrüßen zu dürfen.

Gleichzeitig weisen wir auf den 16. November (Volkstrauertag) hin, An diesem Tag findet ein Gottesdienst um 10.00 Uhr in der Ofener Kirche statt, an dem auch der ermordeten Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen (heute Karl-Jaspers-Klinik) gedacht wird. Anschließend werden wir an der Euthanasie-Erinnerungsstätte einen Kranz nieder legen. Auch dazu sind Sie herzlich eingeladen.