Im vergangenen Herbst ist ein Forschungsband zu neuen Erkenntnissen über die NS-Krankenmorde mit dem Titel
„Forschungen zur Medizin im Nationalsozialismus, Vorgeschichte – Verbrechen – Nachwirkungen“
erschienen, der auf eine Fachtagung in der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen zurückgeht. Thematischer Schwerpunkt der Tagung, die von der Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten veranstaltet wurde, waren die Ereignisse in den Heil- und Pflegeanstalten Wehnen und Lüneburg. Die Heil- und Pflegeanstalt Wehnen war das Zentrum der Morde an psychisch Kranken der gesamten Nordwest-Region. Der Forschungsband ist dem 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges durch die Alliierten gewidmet.
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Zum Jahresende möchten wir uns für Ihre Mitarbeit und Unterstützung bei Ihnen allen herzlich bedanken.
Es war wieder ein ereignisreiches Jahr mit vielen Aktivitäten. Wir erinnern an die Ausstellung zum Künstler „Müller vom Siel“, die zusammen mit dem Landesmuseum und der Evangelischen Bildungsstätte im Prinzenpalais realisiert wurde und von Mai bis September zu sehen war. Dazu gab es im Juli im Schloss ein gut besuchtes Symposium.
Das zweite öffentliche Ereignis war der jährliche Gedenktag, dieses Mal am 20. September.
Neben Mitgliedern und Freunden des Gedenkkreises konnten wir auch wieder Personen des öffentlichen Lebens begrüßen.
Am Volkstrauertag wurde – wie alljährlich – ein Kranz des Gedenkkreises auf der Erinnerungsstätte auf dem Ofener Friedhof niedergelegt. Auch die Karl-Jaspers-Klinik hat wieder einen Kranz zum Gedenken an die Opfer der Hunger-Euthanasie beigetragen.
Wir freuen uns, dass sich auch in diesem Jahr viele Schulklassen und Gruppen zu einer Führung angemeldet haben. Ferner wurden die Öffnungszeiten, die überwiegend durch unseren neuen Mitarbeiter, Herrn Jansen, betreut werden, weiterhin gut besucht. (mehr …)
Heute wurde dieser Bericht des ZDF auf unsere Facebookseite gepostet.
Wie viele solcher ehemaliger „Heil- und Pflegeanstalten“ mag es in Deutschland noch geben?
Kalt und ohne Mitgefühl ist auch das Verhalten der zuständigen Behörde, die festgestellt hat, dass „Fremdverschulden nicht festzustellen ist“
Die Verbrechen in Waldnied wurden eher zufällig aufgedeckt, dafür ist dem Ehepaar Tauern und dem Autor des Buches „Das Kind ist nicht abrichtfähig“ – „Euthanasie“ in der Kinderfachabteilung Waldniel 1941 – 19432, erschienen im Böhlau-Verlag, ISBN-10:3-412-22274-7, Andreas Kinast zu danken.
wie wir auf der Mitgliederversammlung am 1. März 2014 besprochen haben, laden wir in diesem Herbst zu einer zweiten, außerordentlichen Mitgliederversammlung ein, um über den Stand der geplanten Gedenkstättenerweiterung zu berichten.
Bedauerlicherweise hat sich der Aufsichtsrat der Karl-Jaspers-Klinik gegen die von uns gewünschte Erweiterung ausgesprochen, so dass wir nun nach neuen Wegen suchen müssen. Alles Weitere erfahren Sie auf der Mitgliederversammlung. Die Tagesordnung finden Sie hier im PDF Format
Wir würden uns sehr freuen, Sie am 29. November begrüßen zu dürfen.
Gleichzeitig weisen wir auf den 16. November (Volkstrauertag) hin, An diesem Tag findet ein Gottesdienst um 10.00 Uhr in der Ofener Kirche statt, an dem auch der ermordeten Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen (heute Karl-Jaspers-Klinik) gedacht wird. Anschließend werden wir an der Euthanasie-Erinnerungsstätte einen Kranz nieder legen. Auch dazu sind Sie herzlich eingeladen.
Der Bericht der Tageszeitung taz aus dem bayerischen Mainkofen ist fast identisch mit der Geschichte der Heil-und Pflegeanstalt Wehnen, heute Karl-Jaspers-Klinik.
Dass die Ermordung von tausenden Patienten in den Heil- und Pflegeanstalten nicht in Vergessenheit gerät, ist, wie bei uns, im Oldenburger Land einer Handvoll aktiver Menschen, wie Angehörigen und Historikern, zu verdanken. In meist ehrenamtlicher Arbeit ließen sie trotz vieler Anfeindungen nicht nach, das Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen zu retten.
Wie viele psychiatrische Kliniken gibt es in Deutschland mit ähnlicher Geschichte? Bleibt zu hoffen, dass sich auch in Zukunft viele Menschen zusammenfinden, diese unsägliche Vergangenheit aufzuarbeiten und damit den ermordeten Patienten ihre Würde zurückgeben.