Krankenmorde im Nordwesten, hier fing es an.

Im Rahmen der 5. Berner Bücherwochen hält Dr. Ingo Harms den Vortrag

„Wehnen – Zentrum der NS-Krankenmorde im Nordwesten“

der zeigen soll, dass in Oldenburg ein Krankenmord-System entwickelt wurde, das später von der „Aktion T4“ kopiert und im großen Maßstab angewendet wurde. Aus den Verlegungen der Patienten von den oldenburgischen Krankenhäusern, Anstalten und Heimen in die Heilanstalt Wehnen ergibt sich ein Muster, das den Willen zur Vernichtung sichtbar werden lässt. Neu ist dabei die Entdeckung, dass dem „System Wehnen“ ein oldenburgisches Staatsgesetz von 1933 zugrunde lag.

Der Vortrag ist öffentlich, Eintritt 7,- €.

Thema, Ort und Datum

Oldenburg: „Wehnen – Zentrum der Krankenmorde im Nordwesten. Zur regionalen Medizin in der Nazizeit“

am 5. Dezember um 19.00 Uhr
Seniorenheim Kückens
Weserstraße 3
27804 Berne

Zu dem Vortrag am 17. November 2015 schrieb der Weserkurier Delmenhorst 2 Artikel, die Sie hier und hier lesen können.

Schon bald…

….gibt es einen Vortrag von Dr. Ingo Harms:

Am 17. November 2015 um 20.00 Uhr in Wildeshausen, Altes Rathaus, Huntestr. 10

mit dem Titel „Wildeshauser Opfer des NS-Krankenmordes, ‚Euthanasie‘ in Wehnen und Blankenburg“.

Zehntausende psychisch kranke, geistig behinderte und sozial auffällige Männer, Frauen und Kinder fielen zwischen 1933 und 1945 der NS-Euthanasie zum Opfer. Die von den Nationalsozialisten propagierte deutsche „Volksgemeinschaft“ hatte für diese Menschen keinen Platz. Schon 1933 hatte die Fürsorgebehörde Vollmachten erhalten, um in den Anstalten Pflegekosten durch systematische Unterernährung zu sparen. Mehr als 1500 Patienten fielen dieser Entscheidung zum Opfer, unter Ihnen auch Menschen aus Wildeshausen und Umgebung. (mehr …)

Volkstrauertag, warum auch wir?

Weil auch unsere Angehörige dem Naziterror zum Opfer fielen.
In meiner Kinderzeit hieß dieser Tag „Heldengedenktag“, aber es waren keine Helden, nicht die vielen, meist jungen Leute, die in diesem furchtbaren, sinnlosen Krieg in den Tod geschickt wurden und auch nicht die tausende Patienten, die in den Heil- und Pflegeanstalten ermordet wurden.
Wir trauern um alle diese Menschen und fragen uns immer wieder WARUM? Aber wir fragen weiter, wer profitierte im Fall der verhungerten Menschen in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen? Dazu zur Erinnerung dieser Artikel.
Wir werden, wie in den vergangenen Jahren, die Einladung von Pastor Raudonat annehmen, und an dem Gottesdienst in der Ofener Kirche am Volkstrauertag, dem 15. November, teilnehmen

Gedenktag 2015: „Wer vergisst, hat keine Zukunft“

Frau Tilgner verliest am Mahnmal ein Patientenschicksal

Hanna Tilgner beim Verlesen eines Patientenschicksals

In diesem Jahr hatten wir eine sehr eindrucksvolle Feier. Am Denkmal auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik verlas Hanna Tilgner ein Patientenschicksal. Es ging um das Leben und Sterben eines kleinen Kindes während der NS-Zeit, hier in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen. Die Geschichte löste große Betroffenheit aus.

Die Gedenkfeier wurde im Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik fortgesetzt. Nach der Begrüßung der Gäste durch Günter Gräber und Elke Harms-Kranich, Vorsitzende des Gedenkkreises, wies Elke Harms-Kranich in ihrer Rede auf das ganz persönliche Schicksal der Patienten und ihrer Angehörigen hin. Sie endete mit einem Zitat von William Faulkner: „Das Vergangene ist nie tot – es ist nicht einmal vergangen“. (mehr …)

Gedenktag im September

In diesem Jahr begehen wir den Gedenktag für die Opfer der „Euthanasie“ in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen am 26. September 2015 um 14.00 Uhr.
Für die Gedenkfeier wurde uns, wie auch in den vergangenen Jahren, der Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen/Bad Zwischenahn zur Verfügung gestellt.

Das Motto für diesen Tag ist

„Wer vergisst, hat keine Zukunft“
(Eintrag aus dem Gästebuch in der Gedenkstätte „Alte Pathologie“).

Herr Bensberg, Landrat Ammerland, und Herr Dr. Wagner, Geschäftsführer Niedersächsischer Gedenkstätten, werden die Grußworte, Herr Dr. Stierl, leitender Arzt Psychiatrie Lüneburg, wird den Festvortag

„Der Tatort als Gedenkort – zur Problematik einer „Euthanasie“-Gedenkstätte in einem Psychiatrischen Krankenhaus am Beispiel Lüneburg“

halten.

Herr Dr. Seeber und Herr Dr. Burkard aus Oldenburg übernehmen die musikalische Begleitung dieses Gedenktages.
Im Anschluss an die Gedenkfeier können Sie sich die neue Ausstellung in der „Alten Pathologie“ ansehen.
Die Einladung und das Programm sind als PDF Datei veröffentlicht. Beides darf gerne in Ihren Betrieben, in Ihrem Bekanntenkreis weiter gereicht werden. Wir freuen uns über viele Gäste!

Lesen Sie bitte auch den Artikel in der Oldenburger Seniorenzeitung „Herbstzeitlese“ in dem sehr anschaulich die Entstehung und weitere Geschichte des Gedenkkreises Wehnen dargestellt wird.