Der Gedenkkreis Wehnen und der Förderverein Internationales Fluchtmuseum e. V. laden zu dem Vortrag von Dr. Ingo Harms am 27. Mai 2015, 19.30 Uhr ins Stadtmuseum Oldenburg ein.
Wie weit ging die NS-Medizin bei der Wiederherstellung von Soldaten für den Militärdienst im Krieg? Wurden an den zumeist jungen Männern medizinische Verbrechen begangen? Dr. Ingo Harms wird über das Schicksal von Marinesoldaten aus Wilhelmshaven berichten.
Lesen Sie dazu die Info im PDF Format, die Sie gerne weiter verbreiten dürfen.
Wie immer findet im September unser Gedenktag statt, in diesem Jahr am 26.09.2015 um 14.00 Uhr im Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen bei Oldenburg. Als Hauptredner konnte Dr. med. Stierl, leitender Arzt im psychiatrischen Klinikum Lüneburg gewonnen werden.
Zu dem Gedenktag sind alle Interessierten herzlich eingeladen, Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Einladung wird rechtzeitig veröffentlicht.
Weitere Termine
27.05.2015 Militär und Euthanasie, Beschreibung s. oben.
28.05.2015 Film zum Genozid an den Armeniern (Hinweis / Einladung vom Förderverein Internationales Fluchtmuseum e. V.)
30.06.2015 Bethel in der NS-Zeit. Die verschwiegende Geschichte Vortrag und Diskussion mit Dr. Barbara Degen im Stadtmuseum Oldenburg, die Beschreibung im PDF Format.
14./15./16.08. 2015 Freifeld Festival in Blankenburg bei Oldenburg. Vom Freifeld Team wurden wir gebeten, an diesem schicksalsträchtigen Ort über die psychiatrische Geschichte des Klosters Blankenburg zu informieren. Dieser Bitte kommen wir gerne nach.
Zu den jeweiligen Termine werden kurzfristig Infos / Hinweise hier veröffentlicht. Beachten Sie bitte auch die Presseveröffentlichungen.
Mitglieder des Gedenkkreises haben in ehrenamtlicher Arbeit eine neue Ausstellung in der „Alten Pathologie“ in Wehnen geschaffen.
Am 19. Mai um 11.30 Uhr wird die Ausstellung mit der Begrüßungsrede von Dr. Jens-Christian Wagner, dem Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen und Geschäftsführer der Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten (SNG) eröffnet.
Sie werden eine völlig veränderte Ausstellung vorfinden.
Ausstellungstafeln wurden in wochenlanger Teamarbeit entworfen und übersichtlich an die hell gestrichenen Wände angebracht. Der Sezierraum wurde in die Ausstellung integriert. Mit den Roten Büchern wurde Bewährtes beibehalten – sie erzählen vom Schicksal einzelner Patienten. Den Fotos der Opfer konnte ein würdiger Platz geschaffen werden.
Alle Interessierte, Mitglieder und Freunde des Gedenkkreises Wehnen sind zur Eröffnung herzlich eingeladen.
Lesen Sie dazu den Artikel in der Nordwestzeitung (NWZ).
Mussten mehr als 1500 kranke und hilflose Menschen verhungern, damit sich die NSDAP, kulturelle Einrichtungen wie das Museumsdorf in Cloppenburg, ja, sogar die Energieversorgung (EWE) an den Verpflegungs- und Versorgungskosten bereicherten? Wurden hier Vermögen geschaffen, die bis in die heutige Zeit bestehen? Das wollen nicht nur die Angehörigen und Mitglieder des Gedenkkreises Wehnen wissen.
Verantwortlich für die Vergabe der Gelder war der Landesfürsorgeverband, Vorläufer des Bezirksverbandes Oldenburg (BVO).
Der Förderverein internationales Fluchtmuseum e. V. und der Gedenkkreis Wehnen vergaben dazu einen Forschungsauftrag an den Medizinhistoriker Dr. Ingo Harms. Die Nordwestzeitung (NWZ) schrieb dazu.
Dazu auch das Interview mit Ulrich Hartig vom Förderverein internationales Fluchtmuseum, in der NWZ vom 13. April 2015 und der ausführliche Bericht in der Oldenburger Online Zeitung (OOZ) vom 14. April 2015.
……..gegen Heyde-Sawade, eine DDR-Dokumentation von 1963.
Professor Werner Heyde war verantwortlich für den Mord an 72.200 Patienten der deutschen Psychiatrie in den Jahren 1939-1941. In der Nachkriegszeit lebte er als anerkannter Psychiater und psychiatrischer Gutachter in Flensburg unter dem Namen Dr. Sawade. Nach seiner Verhaftung kam es zum „Heyde-Sawade-Prozess“, der jahrzehntelang die Datengrundlage für die Geschichtsschreibung zum NS-Krankenmord bildete. Heyde entzog sich der Justiz durch Selbstmord. Der DDR-Film zeigt den Prozess „gegen Heyde und andere“ und seinen Hintergrund auf eine für die Justiz der Bundesrepublik wenig schmeichelhafte Weise. Die Täter kamen mit unglaublich geringen Strafen davon. Die Geschehnisse werden mit den Oldenburgischen Hungermorden in Beziehung gesetzt.
Der Film wird am 23. April 2015 um 19.30 Uhr in der Kino Werkstatt in Oldenburg, Wallstr. 24 gezeigt. Zur anschließenden Diskussion konnte der Historiker Christoph Schneider aus Frankfurt gewonnen werden.