Wanderausstellung der DGPPN in der Karl-Jaspers-Klinik

Am 22. Februar wird die Wanderausstellung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) unter dem Thema

„erfasst, verfolgt, vernichtet – historische und anthropologische Herausforderung der Psychiatrie“

um 18.00 Uhr in der Karl-Jaspers-Klinik eröffnet.
Prof. Dr. Dr. Frank Schneider aus Aachen wird den Vortrag zur Eröffnung halten.

Prof. Dr. Dr. Schneider hielt schon 2011 auf unserem Gedenktag im September den Festvortrag.
Sie können hier (im PDF-Format) seine Rede anlässlich der Gedenkveranstaltung der „Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkurde“ (DGPPN) in Berlin am 26.11.2010 lesen.

Die Ausstellung findet hier an einem Tatort statt. Dr. Ingo Harms, wissenschaftlicher Beirat des Gedenkkreises wird das Grußwort halten und Mitglieder des Gedenkkreises werden vor Ort sein, und Fragen zur Geschichte der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen beantworten.
Den Flyer des Gedenkkreises zur Ausstellung können Sie hier abrufen.

Die Ausstellung wird zwei Wochen zu besichtigen sein. Während dieser Zeit werden Führungen für Gruppen stattfinden, begleitet vom wissenschaftlichen Beirat des Gedenkreises. Die Anmeldung kann über info(at)gedenkkreis.de erfolgen.

In der hiesigen Nordwestzeitung (NWZ) vom 2. März ist zu dem Thema „Psychiatrie in der NS-Zeit“ dieser Artikel zu lesen.

Am letzten Tag der Wanderausstellung geben das Bläserquintett „Windspiel“ und Freunde das Frühjahrskonzert, ein gelungener Abschluss dieser so wichtigen Ausstellung.

Gedenktag 27. Januar in Oldenburg

Am 27. Januar, dem Holocaust Gedenktag, erinnern wir an die während der NS-Zeit getöteten kranken und hilfsbedürftigen Menschen in Blankenburg am Stadtrand von Oldenburg.
Schüler der Oldenburger Waldorfschule besuchten vor 2 Jahren das Theaterstück „Blankenburg“. Danach, und durch die Forschung des Medizinhistorikers Dr. Ingo Harms, sowie durch einen Besuch der Gedenkstätte „Alte Pathologie“, wurde ihr Interesse an den Geschehnissen in Blankenburg geweckt. Es ist ihnen gelungen, Namen und Schicksal von 90 getöteten Patienten zu identifizieren.
Lotte Gott und Rasmus Helwig, Schüler der 11. Klasse der Waldorfschule, stellen die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit in einem Vortrag am

27. Januar um 20.00 Uhr im Lambertussaal

der Lambertikirche in Oldenburg vor.

Vorher, um 18.30 Uhr findet ein Gottesdienst mit den Pastoren Michael Rupiper, Stefan Buss und Dr. Ralph Hennings in der Forumskirche St. Peter zum Gedenken der Opfer der nationalsozialstischen Gewalt statt.

Weitere Berichte über die Geschehnisse in Blankenburg finden Sie in der Zeit-online von 2008, Mediengruppe Kreiszeitung, Nordwestzeitung Oldenburg.

70 Tage in Niedersachsen

In den letzten Kriegswochen eskalierte der NS-Terror – inmitten der deutschen Gesellschaft. Die Befreiung bereits vor Augen, fielen den Massakern und Todesmärschen in den letzten Tagen des Krieges Hunderttausende KZ-Häftlinge, Kriegs- und Strafgefangene, Zwangsarbeiter und andere Verfolgte des NS-Regimes zum Opfer – überall im damaligen Deutschen Reich, insbesondere aber auch auf dem Gebiet des heutigen Niedersachsens, das erst spät von den alliierten Truppen besetzt wurde.

Anfang Februar erscheint im Wallstein Verlag Göttingen das Buch

„70 Tage Gewalt, Mord, Befreiung. Das Kriegsende 1945 in Niedersachsen“

herausgegeben im Auftrag der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten von Jens-Christian Wagner. Die Publikation beinhaltet die leicht überarbeiteten Beiträge eines Blogs, der anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes im vergangenen Frühjahr erarbeitet wurde.

Keine Weihnachtsgeschichte

Kurz vor den Feiertagen erreichte mich die Nachricht von einem Interview, welches Dr. Ingo Harms mit Georg Jauken von der Regionalzeitung des Weserkuriers „Die Norddeutsche“ geführt hat.
Wussten die Ärzte aus der Umgebung von Oldenburg/Wehnen was sie taten, als sie die Patienten in die damalige Heil- und Pflegeanstalt Wehnen einwiesen? Dieser Frage geht der Medizinhistoriker Dr. Harms nach. Lesen Sie dazu diesen Artikel.

Das war unser 2015

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Begonnen hat es mit der Buchvorstellung

„Forschung zur Medizin im Nationalsozialismus, Vorgeschichte – Verbrechen – Nachwirkungen“

Es folgten viele Vorträge zu Themen wie

Medizinische Verbrechen an Roma und Sinti aus Oldenburg,
Unwillkommen, vertrieben, ermordet: Wohnungslose im Nationalsozialismus,
Okonomie und Krankenmord, Kostendämpfung in der Pflege durch „Euthanasie“ – das Beispiel des Landesfürsorgeverbandes Oldenburg

Die Vorträge fanden überwiegend in Oldenburg statt, aber diesen Vortrag

Zwangssterilisiert und getötet, Heinrich R. ein Edewechter Schicksal 1935

hielt Dr. Ingo Harms in Edewecht, der Heimat von Heinrich R. Die Edewechter zeigten großes Interesse an diesem Schicksal ihres Mitbürgers.

Das „Highlight“ in diesem Jahr war die vollständige Erneuerung der Ausstellung in der Gedenkstätte „Alte Pathologie“ durch ehrenamtliche Mitglieder des Gedenkkreises in wochenlanger Arbeit. Hier sind einige Fotos der neuen Ausstellung. Finanzielle Unterstützung gab es durch einen privaten Spender und der Gemeinde Bad Zwischenahn. Dafür ein herzliches Dankeschön! (mehr …)