Wir machen Sie / Euch hiermit auf die Ausstellung
„erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus”
im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin aufmerksam. Die Ausstellung ist vom 26. März bis 13. Juli zu besichtigen.
Die Präsentation wird von einem vierteiligen Veranstaltungsprogramm begleitet.
Die Ausstellung wurde im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) erarbeitet und wird gemeinsam mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas gezeigt.
Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus stand lange nicht auf der Agenda der psychiatrischen Fachgesellschaft in Deutschland. Dabei gehört diese Zeit zweifelsohne zu den dunkelsten Kapiteln in der Geschichte der deutschen Medizin.
Der Genozid an den europäischen Juden hatte einen Vorläufer im NS-Krankenmord, („Euthanasie“). Idee und Organisationsform stammten von Ärzten wie Fritz Cropp aus Delmenhorst. 1940 – zwei Jahre vor Auschwitz erteilte dieser Arzt und Ministerialbeamte den Befehl zum Mord an den jüdischen Patienten.
Ingo Harms macht die Zusammenhänge zwischen den beiden NS-Mordprogrammen deutlich. Lag dem Krankenmord noch eine Aussonderung zugrunde, so war der Holocaust total. Das verbindende Glied war die Vernichtung der jüdischen Patienten, ein Vorgeschmack des Holocaust. Wie immer bei seinen Werkstattberichten aus der Forschung nennt Ingo Harms Namen und Orte.
Volkshochschule Wilhelmshaven (vhs).
Dozent: Dr. Ingo Harms
Veranstaltungsort: Hans Beutz Haus, Virchowstraße 29; Multifunktionssaal Wilhelmshaven
Termin: Dienstag, den 18.03.2014, 19.00 – 21.15 Uhr
Wir streben eine konzeptionelle Erweiterung an, für deren Umsetzung zusätzliche Räumlichkeiten benötigt werden. Sie sollen eine neue Ausstellung sowie Seminar- und Arbeitsräume beherbergen. Ziel ist, einen außerschulischen Lernort weiter zu entwickeln, damit der Umgang mit behinderten und psychisch kranken Menschen in Vergangenheit und Gegenwart umfassend thematisiert und die Würde des Menschen und der Wert des Lebens in den Mittelpunkt gestellt werden.
Auf der Mitgliederversammlung stand außerdem die Wahl
des Vorstandes an. Gewählt wurden als Vorsitzende Elke Harms-Kranich, Stellvertreterin Dorothea Regener, Beisitzerinnen Gerti Suntrup, und Gertrud Knöttig. Neuer Kassenwart ist Günter Gräber. Dr. Alfred Fleßner und Dr. Ingo Harms wurden als wissenschaftlicher Beirat des Vereins bestätigt.
Die hiesige Nordwest Zeitung (NWZ) veröffentlichte dazu diesen Artikel.
Von links: Dorothea Regener, Alfred Fleßner, Gerti Suntrup, Elke Harms-Kranich, Ingo Harms, Gertrud Knöttig, Günter Gräber und Hedwg Thelen.
Wir schreiben das Jahr 1941, die Nationalsozialisten sind in Deutschland an der Macht und Regierungsrat Carl Ballin, seines Zeichens im Vorstand des Landesfür-sorgeverbandes, rühmt sich, die Pflegesätze für Patientinnen und Patienten in der ihm unterstellten Heil- und Pflegeanstalt Wehnen von 3,25 auf 1,85 Reichsmark gesenkt zu haben.
Im „Dritten Reich“ kamen in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen mindestens 1500 Menschen durch jahrelange, systematisch praktizierte Unterernährung und mangelnde Pflege ums Leben.
Was geschah aber mit den eingesparten Geldern, wofür wurden sie verwandt?
Diese Fragen bewegen den Historiker Dr. Ingo Harms, der seit Jahren über ihren Verbleib forscht. Flossen sie u.a. in den Ausbau des Museumsdorfes in Cloppenburg, das zu der Zeit und bis 1961 unter der Verwaltung des Landesfürsorgeverbandes, des heutigen Bezirksverbandes Oldenburg, stand?
Lesen Sie dazu diesen Artikel in der Nordwest Zeitung (NWZ) vom 22.02.2014.
(D.R.)
Am Sonnabend, den 01. März, lädt der Vorstand des Gedenkkreises zur diesjährigen Mitgliederversammlung ein. Die Veranstaltung findet um 14.00 Uhr im Café „Treffpunkt“ auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik statt. Mitglieder des Gedenk- und Förderkreises Wehnen sowie Gäste sind herzlich eingeladen.
Neben den Regularien, wie Berichte aus dem vergangenen Geschäftsjahr und Vorstandswahlen, wird der Verein ein erweitertes Konzept zu seiner zukünftigen Arbeit vorstellen, siehe Tagesordnung (PDF).
Der Vorstand bittet um vorherige Anmeldung unter Tel. 0441 9992770 oder unter info(at)gedenkkreis.de.