Heute wurde dieser Bericht des ZDF auf unsere Facebookseite gepostet.
Wie viele solcher ehemaliger „Heil- und Pflegeanstalten“ mag es in Deutschland noch geben?
Kalt und ohne Mitgefühl ist auch das Verhalten der zuständigen Behörde, die festgestellt hat, dass „Fremdverschulden nicht festzustellen ist“
Die Verbrechen in Waldnied wurden eher zufällig aufgedeckt, dafür ist dem Ehepaar Tauern und dem Autor des Buches „Das Kind ist nicht abrichtfähig“ – „Euthanasie“ in der Kinderfachabteilung Waldniel 1941 – 19432, erschienen im Böhlau-Verlag, ISBN-10:3-412-22274-7, Andreas Kinast zu danken.
wie wir auf der Mitgliederversammlung am 1. März 2014 besprochen haben, laden wir in diesem Herbst zu einer zweiten, außerordentlichen Mitgliederversammlung ein, um über den Stand der geplanten Gedenkstättenerweiterung zu berichten.
Bedauerlicherweise hat sich der Aufsichtsrat der Karl-Jaspers-Klinik gegen die von uns gewünschte Erweiterung ausgesprochen, so dass wir nun nach neuen Wegen suchen müssen. Alles Weitere erfahren Sie auf der Mitgliederversammlung. Die Tagesordnung finden Sie hier im PDF Format
Wir würden uns sehr freuen, Sie am 29. November begrüßen zu dürfen.
Gleichzeitig weisen wir auf den 16. November (Volkstrauertag) hin, An diesem Tag findet ein Gottesdienst um 10.00 Uhr in der Ofener Kirche statt, an dem auch der ermordeten Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen (heute Karl-Jaspers-Klinik) gedacht wird. Anschließend werden wir an der Euthanasie-Erinnerungsstätte einen Kranz nieder legen. Auch dazu sind Sie herzlich eingeladen.
Der Bericht der Tageszeitung taz aus dem bayerischen Mainkofen ist fast identisch mit der Geschichte der Heil-und Pflegeanstalt Wehnen, heute Karl-Jaspers-Klinik.
Dass die Ermordung von tausenden Patienten in den Heil- und Pflegeanstalten nicht in Vergessenheit gerät, ist, wie bei uns, im Oldenburger Land einer Handvoll aktiver Menschen, wie Angehörigen und Historikern, zu verdanken. In meist ehrenamtlicher Arbeit ließen sie trotz vieler Anfeindungen nicht nach, das Schicksal dieser Menschen vor dem Vergessen zu retten.
Wie viele psychiatrische Kliniken gibt es in Deutschland mit ähnlicher Geschichte? Bleibt zu hoffen, dass sich auch in Zukunft viele Menschen zusammenfinden, diese unsägliche Vergangenheit aufzuarbeiten und damit den ermordeten Patienten ihre Würde zurückgeben.
Am 31. Januar 2014 berichteten wir über das Vorstandsmitglied des Landesfürsorgeverbandes Wilhelm Oltmanns. Jetzt können wir neue Forschungsergebnisse des Oldenburger Historikers Dr. Ingo Harms zu dem Wirken des W. Oltmanns während und auch noch nach der NS-Zeit veröffentlichen.
Dazu ein Zitat aus dem Aufsatz von Ingo Harms:
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„Der Landesfürsorgeverband, heute Bezirksverband Oldenburg, hat sich zu den Hungermorden nie bekannt geschweige denn sich bei den Opfern entschuldigt. Für die Aufklärung der Geschehnisse, die nicht zuletzt zu einer Bereicherung seines Vermögens um Millionen Reichsmark geführt haben, hat er sich bisher nicht eingesetzt“.
Es ist sicher nicht einfach und es braucht Zeit, sich zu der eigenen, in diesem Fall schwierigen Geschichte zu bekennen. Aber die Zeit ist längst gekommen.
Der Vorstand des Gedenkkreises lädt zur außerordentlichen Mitgliederversammlung am 29. November 2014 um 14.00 Uhr ein. Einladung und Tagesordnung werden demnächst veröffentlicht.
Wie immer, sind neben den Mitgliedern des Gedenk- und Förderkreises auch Gäste herzlich willkommen.