Film: Nebel im August

NEBEL IM AUGUST

ein Film über die NS-Krankenmorde
von Kai Wessel, Deutschland 2016
im Auftrag der Gedenkstätte Wehnen aufgeführt im Cine-K

Sonntag, 30. August 2020, Beginn 16.30 Uhr
Eintritt frei (Spenden erwünscht)

Am Schicksal des 13jährigen Ernst Lossa werden die NS-Hungermorde in deutschen Anstalten auf dramatische Weise sichtbar. 1942 entwickelte der Leiter der Anstalt Kaufbeuren, Valentain Faltlhauser (1876-1961), eine spezielle Diät: „Die Patienten verhungern, während sie essen,“ sagt die Filmfigur (Sebastian Koch). Solche Tötungsmethoden herrschten in Oldenburg-Wehnen seit 1936.

Die historische Wahrheit dieser fiktiven Geschichte liegt nicht nur in der Person von Ernst Lossa, sondern in den Schicksalen zehntausender von Anstaltspatienten. Während sie verhungerten, flossen die Pflegegelder in die Taschen von Unternehmen, Verbänden und Heimatvereinen. Eine Untersuchung über die Profiteure der Hungermorde wurde von der Gedenkstätte Wehnen in Auftrag gegeben. Der Autor der Studie, Dr. Ingo Harms, steht nach dem Film für eine Diskussion zur Verfügung. Unter anderem präsentiert er Auszüge aus der Krankenakte von Ernst Lossa, dem tragischen Helden dieses Films (siehe auch: www.cine-k.de).

Wir danken dem Team des Cine-K!

Veranstaltung im Rahmen des Nationalen Gedenktages

Am Sonntag den 12. Januar 2020 wird im Cine k der Film „Ich werde nicht schweigen“ aufgeführt:
Spielfilm von Ester Gronenborn, 89 Min., Deutschland 2016
Veranstaltung des Medienbüro Oldenburg e.V. und der Gedenkstätte Wehnen
Karten/Reservierungen: 0441-2489646 oder unter www.cine-k.de


Filmvorführung und anschließende Diskussion mit Dr. Ingo Harms über die Opfer der NS-Krankenmorde im Oldenburger Land.

Oldenburg, 1949: Die Kriegswitwe Margarete Oelkers hat die ihr zustehende Witwenrente noch immer nicht erhalten. Als sie auf dem Amt ihrer Frustration nachgibt und randaliert, wird sie vom Amtsarzt mit der Diagnose Schizophrenie in die Heil- und Pflegeanstalt Wehnen eingeliefert. Hier wird sie mit fragwürdigen Methoden therapiert und erst ein Jahr später entlassen. Margarete kämpft für ihr Recht und kommt dabei schrecklichen Verbrechen aus der Zeit des Nationalsozialismus auf die Spur.

Offene Führungen 2020

Auch im neuen Jahr bieten wir weiterhin am letzten Freitag eines Monats um 16:00 Uhr eine offene Führung an: Kostenbeitrag: 5,00€. Um eine verbindliche Voranmeldung wird gebeten (Telefon: 0441 9992770 oder E-Mail: buero at gedenkkreis.de).

31. Juli 2020

28. August 2020

25. September 2020

30. Oktober 2020

27. November 2020

18. Dezember 2020

Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 10 Personen.

Treffpunkt ist die „Alte Pathologie“, Hermann-Ehlers-Straße 7, 26160 Bad Zwischenahn. Die Führung dauert etwa 2 Stunden.

Volkstrauertag 2019
Anlässlich des Volkstrauertag 2019 hat die Kirchengemeine Ofen zum Gottesdienst und Kranzniederlegung an den Gedenkstätten eingeladen. Der Gedenkkreis und die Karl-Jaspers-Klinik haben dazu am 17.11.2019 Kränze zum Gedenken an die in der Heil- und Pflegeanstalt während der Nazizeit Ermordeten am Gräberfeld niedergelegt.
Öffentliche Führung im November

Am 29. November widmet sich unsere monatliche öffentliche Führung einem speziellen Thema: „Das Schicksal der jüdischen Patientinnen und Patienten“.

Erstmal wird unsere Forschung über das Thema der Schicksale der jüdischen Patientinnen und Patienten dargestellt:

Sie wurden im Sommer 1940 aus allen deutschen Psychiatrien entfernt, darunter ein halbes Dutzend Patientinnen und Patienten aus Wehnen und dem Gertrudenheim, und in den Gaskammern der „Euthanasie“ ermordet. Dies gilt heute historisch als Beginn des Holocaust, denn sie wurden nicht wie die übrigen Patientinnen und Patienten nach medizinischen Gesichtspunkten selektiert, sondern sie wurden ermordet, weil sie Jüdinnen und Juden waren. Das für die Oldenburgische Geschichte Bedeutsame daran: Der Befehl erging aus dem Reichsinnenministerium und war unterschrieben von dem Oldenburger Arzt Dr. Fritz Cropp, der zuvor als Landesarzt im Staatsministerium Oldenburg tätig war. Dr. Fritz Cropp hat die Ermordung der jüdischen Patientinnen und Patienten befohlen.

Kostenbeitrag: 5,00€. Um eine verbindliche Anmeldung wird gebeten (Telefon: 0441 9992770 oder E-Mail: buero at gedenkkreis.de).

Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 10 Personen.

Treffpunkt ist die „Alte Pathologie“, Hermann-Ehlers-Straße 7, 26160 Bad Zwischenahn. Die Führung dauert etwa 2 Stunden. Der Beginn ist 16 Uhr.