Zusammenarbeit zwischen der Gedenkstätte und Groninger Initiativen

Die seit längerem bestehende internationale Zusammenarbeit zwischen der Gedenkstätte Wehnen und zwei Groninger Initiativen wurde jetzt auf eine feste Grundlage gestellt.

Vertreter der Groninger Stiftung „Kriegs- und Widerstandszentrum“ (Oorlog en Verzetscentrum Groningen OVCG) und der Initiative „Groningen Plus“ wurden vom Vorstand der Gedenkstätte Wehnen empfangen. Nach einer Führung durch die Ausstellung wurden Themen für eine gemeinsame Gedenkstätten- und Forschungsarbeit erörtert.

Da es auch in holländischen Anstalten während des Zweiten Weltkrieges zu überhohen Todesraten kam, ist zu untersuchen, ob ein Zusammenhang mit den Oldenburgischen Krankenmorden besteht. Zwei der dafür verantwortliche Beamte waren leitende Funktionäre der Besatzungsmacht. In Leeuwarden (Provinz Friesland) residierte von 1940 bis 1945 der Staatsbeamte Werner Ross (Jg. 1897), und in Zwolle (Provinz Drenthe) im Jahr 1940 der Ammerländer Landrat Kurt Hartong.

Ein weiteres Forschungsfeld ist das Schicksal holländischer Zwangsarbeiter. An ihrer gewaltsamen Rekrutierung war Werner Ross maßgeblich beteiligt. Eine Datenbank mit 2000 Namen von Betroffenen, zusammengestellt vom Stadtarchiv Oldenburg, wurde den Groninger Freunden von der Gedenkstätte Wehnen ausgehändigt.

Schließlich steht das Thema Raubkunst auf dem Programm, nachdem Hinweise aufgetaucht sind, dass Oldenburger Beamte und NSDAP-Funktionäre niederländische Kunstwerke und Kulturgüter „eingekauft“ haben. Auch hier taucht wieder der Name Werner Ross auf.

Die Mitarbeiter der Gedenkstätte Wehnen freuen sich auf die gemeinsame Forschungs- und Gedenkstättenarbeit mit dem Oorlog en Verzetscentrum Groningen und „Groningen Plus“.

Besuch der Niedersächsischen Landtagspräsidentin

Auf Einladung des Gedenkkreises Wehnen e.V. besuchte die Niedersächsische Landtagspräsidentin Frau Dr. Gabriele Andretta am
12. Februar 2019 die Gedenkstätte Alte Pathologie Wehnen.

An dem über zweistündigen Besuch nahmen auch der ärztliche Leiter der Karl-Jaspers-Klinik Dr. Christian Figge, der Landtagsabgeordnete Ulf Prange (Oldenburg, SPD) und der Kreisrat Ingo Rabe (Kreis Ammerland) als weitere Gäste teil. Begrüßt wurden sie durch die stellvertretende Vorsitzende des Gedenkkreises Dorothea Regener. Der Historiker Dr. Ingo Harms führte die sich sehr interessiert zeigenden Gäste durch die Ausstellung und beantwortete ihre Fragen zur Entwicklung des Vereins, der Gedenkstätte und der aktuellen Arbeit der ehrenamtlich Tätigen.

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Brasilianische Besuchergruppe in der Gedenkstätte Wehnen

Am 24. September 2018 erhielt die Gedenkstätte Alte Pathologie Wehnen Besuch aus Brasilien. Auf den Spuren ihres Großvaters Albert Gergull, der im Jahr 1943 in Wehnen verstarb, hat sich Mara Weimann-Gergull mit einer Reisegruppe auf den Weg nach Wehnen begeben.

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Vorlesungs- und Vortragsreihe „Buchhaltung und Krankenmord“

Zum vorläufigen Abschluss der Vorlesungs- und Vortragsreihe über den Forschungsbericht

Buchhaltung und Krankenmord.
Die oldenburgische Anstaltsfürsorge 1932 bis 1948 (BIS-Verlag der Universität Oldenburg 2016)

liest der Autor am 11. September in der Landeszentrale für Politische Bildung Bremerhaven ab 18 Uhr aus der Studie.

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Krankenmord in Kloster Blankenburg – Thema eines Schülerprojekts 2014 bis 2018

Mit Schülerinnen und Schülern der Freien Waldorfschule Oldenburg hat der
Gedenkkreis Wehnen eines der ungewöhnlichsten Forschungsprojekte
durchgeführt, die es zum Thema NS-Verbrechen jemals gab. Vier Jahre lang
arbeitete eine Schulklasse unter der Leitung ihres Geschichtslehrers Christian
Hauck-Hahmann und mit Unterstützung des Medizinhistorikers Ingo Harms,
wissenschaftlicher Berater der Gedenkstätte Wehnen, an der Frage, wo die
Blankenburger Kinder beerdigt wurden.

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