Am Mittwoch, 2. September, um 19 Uhr hält der Historiker Dr. Ingo Harms im KinOLaden/Werkstattfilm Oldenburg, Wallstraße 24, den Vortrag „Das Krankenhaus im NS-Regime: Medizinverbrechen, die lange verharmlost wurden“.
Der Vortrag befasst sich mit Medizinverbrechen im Nationalsozialismus, vor allem mit den Zwangssterilisationen. Rund 400.000 Menschen wurden im Deutschen Reich zwangssterilisiert, im Land Oldenburg waren etwa 2.600 Menschen betroffen. Ingo Harms zeigt, welche Rolle Krankenhäuser, Ärzte und Gesundheitsbehörden dabei spielten und wie stark diese Verbrechen auch in der regionalen Geschichte verankert waren.
Dabei geht es unter anderem um Tatorte in Delmenhorst, Oldenburg, Nordenham und Wilhelmshaven. Zugleich fragt der Vortrag danach, warum die Beteiligung medizinischer Einrichtungen an Ausgrenzung, Entrechtung und Gewalt nach 1945 so lange verharmlost wurde.
Termin: Mittwoch, 2. September, 19 Uhr
Ort: KinOLaden/Werkstattfilm Oldenburg, Wallstraße 24
Referent: Dr. Ingo Harms
Eintritt: frei, Spenden erbeten
Im Rahmen der VI. Sozialpsychiatrischen Filmtage in Wilhelmshaven wird am Mittwoch, 26. August 2026, um 17 Uhr im UCI Kino Wilhelmshaven der Film „Ich werde nicht schweigen“ gezeigt.
Die Sozialpsychiatrischen Filmtage widmen sich von Januar bis November 2026 unterschiedlichen psychischen, sozialen und gesellschaftlichen Fragestellungen. Veranstaltet wird die Reihe vom Sozialpsychiatrischen Verbund Wilhelmshaven in Zusammenarbeit mit dem UCI Kino. Zu jedem Film gibt es eine kurze Einführung, ein begleitendes Kurzprogramm sowie im Anschluss die Möglichkeit zum Gespräch mit Filmpat:innen und Fachleuten.
Der Film „Ich werde nicht schweigen“ von Esther Gronenborn erzählt die Geschichte der jungen Mutter Margarete Oelkers, die 1948 in Oldenburg um ihre Kriegswitwenrente kämpft. Als sie die notwendigen Unterlagen zur Dienstzeit ihres Mannes nicht erhält und schließlich auffällig wird, wird sie in die Heil- und Pflegeanstalt Wehnen eingewiesen. Nach ihrer Entlassung kämpft sie um das Sorgerecht für ihre Söhne und um ihre Rehabilitierung – und stößt dabei auf ein dunkles Kapitel der Psychiatriegeschichte.
Begleitet wird die Veranstaltung von Ingo Harms, Susanne Hoffmann und Bettina Wiese von der Gedenkstätte Wehnen und dem Gröschler Haus Jever. Im Mittelpunkt des Abends steht damit nicht nur ein eindrücklicher Film, sondern auch die Auseinandersetzung mit den „Euthanasie“-Verbrechen im Nationalsozialismus und ihrer regionalen Geschichte.
Termin: Mittwoch, 26. August 2026, 17 Uhr
Ort: UCI Kino Wilhelmshaven, Bahnhofstraße 22
Eintritt: 5 Euro
Film: „Ich werde nicht schweigen“, 90 Minuten, FSK ab 12 Jahre
Am Dienstag, 18. August 2026, um 19:00 Uhr hält Dr. Ingo Harms von der Gedenkstätte Wehnen im Alten Rathaus in Emden einen Vortrag zum Thema „Aktion T4 und die NS-‚Euthanasie‘ in Nordwestdeutschland“.
Die Veranstaltung widmet sich den Krankenmorden in der NS-Zeit und ihren regionalen Bezügen in Nordwestdeutschland.
Termin: Dienstag, 18. August 2026, 19:00 Uhr
Ort: Altes Rathaus Emden
Referent: Dr. Ingo Harms, Gedenkstätte Wehnen
Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 10 Personen.
Kostenbeitrag: 5,00€. Um eine verbindliche Voranmeldung bis zum 27.08. um 15:30 Uhr wird gebeten (via Anmeldeformular, Telefon: 0441 9992770 oder E-Mail: buero at gedenkkreis.de)
Treffpunkt für alle Führungen ist die Gedenkstätte Wehnen,
Hermann-Ehlers-Straße 7, 26160 Bad Zwischenahn.
Kostenfreie Parkplätze sind vorhanden
Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 10 Personen.
Kostenbeitrag: 5,00€. Um eine verbindliche Voranmeldung bis zum 30.07. um 15:30 Uhr wird gebeten (via Anmeldeformular, Telefon: 0441 9992770 oder E-Mail: buero at gedenkkreis.de)
Treffpunkt für alle Führungen ist die Gedenkstätte Wehnen,
Hermann-Ehlers-Straße 7, 26160 Bad Zwischenahn.
Kostenfreie Parkplätze sind vorhanden