Am Mittwoch, 2. September, um 19 Uhr hält der Historiker Dr. Ingo Harms im KinOLaden/Werkstattfilm Oldenburg, Wallstraße 24, den Vortrag „Das Krankenhaus im NS-Regime: Medizinverbrechen, die lange verharmlost wurden“.
Der Vortrag befasst sich mit Medizinverbrechen im Nationalsozialismus, vor allem mit den Zwangssterilisationen. Rund 400.000 Menschen wurden im Deutschen Reich zwangssterilisiert, im Land Oldenburg waren etwa 2.600 Menschen betroffen. Ingo Harms zeigt, welche Rolle Krankenhäuser, Ärzte und Gesundheitsbehörden dabei spielten und wie stark diese Verbrechen auch in der regionalen Geschichte verankert waren.
Dabei geht es unter anderem um Tatorte in Delmenhorst, Oldenburg, Nordenham und Wilhelmshaven. Zugleich fragt der Vortrag danach, warum die Beteiligung medizinischer Einrichtungen an Ausgrenzung, Entrechtung und Gewalt nach 1945 so lange verharmlost wurde.
Termin: Mittwoch, 2. September, 19 Uhr
Ort: KinOLaden/Werkstattfilm Oldenburg, Wallstraße 24
Referent: Dr. Ingo Harms
Eintritt: frei, Spenden erbeten